Nur der Kreis Paderborn legt zu – Großbaustellen und Online-Konkurrenz als Ursache OWL-Einzelhandel verliert weiter Umsatz

Bielefeld (WB/in). Bundesweit hat der Handel (ohne Kraftfahrtzeuge, Apotheken, Tankstellen und Brennstoffe) im vergangenen Jahr um 2,3 Prozent zugelegt. Davon konnte die Branche in Ostwestfalen-Lippe allerdings nicht profitieren. Die Umsätze gingen sogar um 0,1 Prozent auf 11,003 Milliarden Euro zurück. Das war das fünfte jährliche Minus in Folge.

Beim Mitternachtsshopping ist die Bahnhofstraße in Bielefeld immer gut besucht.
Beim Mitternachtsshopping ist die Bahnhofstraße in Bielefeld immer gut besucht. Foto: Hendrik Uffmann/Archiv

Ferdinand Klingenthal und Thomas Kunz, Präsident und Geschäftsführer des Handelsverbandes OWL, begründeten auf einer Pressekonferenz in Bielefeld den Rückfall auf den niedrigsten Stand seit 2011 mit der Zunahme des Online-Handels und mit mehreren Großbaustellen in der Region.

Zulegen konnten 2016 einzig die Kreise Paderborn (plus von 1,5 Prozent), Höxter (0,3 Prozent) und Gütersloh (0,2 Prozent). In Lippe blieb der Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres. Dagegen ging er in Bielefeld um 0,5 Prozent leicht und in den Kreisen Herford um 0,9 und Minden-Lübbecke sogar um 1,2 Prozent zurück.

Der Handelsverband OWL vertritt 1800 Unternehmen in der Region mit insgesamt 4500 Verkaufsstätten und 70.000 Beschäftigten. Bundesweit hat der Onlinehandel inszwischen einen Anteil von 10 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Zuwachs um 11 Prozent. Kunz rechnet damit, dass der Anteil bis 2020 auf 20 Prozent steigen wird. Die Folge seien auch Betriebsschließungen. Betroffen seien vor allem kleine und mittlere Städte.

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Kommentare

Selten in die Stadt

In die Stadt fahre ich nur noch einmal alle drei Monate um mir einen großen Vorrat von meinem Leblingsbrot zu kaufen. Das friere ich dann ein um es immer frisch zur Verfügung zu haben.
Es ist mir einfach zu kostspielig jedesmal die Parkgebühren zusätzlich zum eh hohen Preis des Brotes zu bezahlen.

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