SPD-Kanzlerkandidat setzt bei Rede in Bielefeld voll auf das Thema »Soziale Gerechtigkeit« Schulz erhofft sich neuen Aufbruch

Bielefeld (WB). Der SPD-Kanzlerkandidat und designierte Parteivorsitzende Martin Schulz hat an diesem Montag an einer Arbeitnehmerkonferenz in der Bielefelder Stadthalle teilgenommen und war schon im Kanzlermodus. »Ich kann doch nicht das Land regieren, wenn ich hier die ganze Zeit Selfies mache«, sagt Martin Schulz nach seiner Rede in der Stadthalle Bielefeld. Ist das noch selbstbewusst oder schon überheblich?

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz und die stellvertretende Parteivorsitzende Manuela Schwesig in der Stadthalle Bielefeld.
SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz und die stellvertretende Parteivorsitzende Manuela Schwesig in der Stadthalle Bielefeld. Foto: Mike-Dennis Müller

Die SPD und ihr Kandidat sind berauscht – von den Umfragen und von sich selbst. Die alte Tante SPD ist wieder da, sie wird wieder ernst genommen als Konkurrent der Union im Kampf ums Kanzleramt. »Dass ich die SPD glücklich mache, das macht mich auch glücklich«, sagt Schulz vor den etwa 700 Genossen und Gewerkschaftern, die aus ganz Deutschland zur SPD-Arbeitnehmerkonferenz nach Bielefeld gekommen sind. »Mich beeindrucken die Emotionen. Sie machen Hoffnung auf einen neuen Aufbruch. Da kommt eine große Verantwortung auf uns zu«, prophezeit der Hoffnungsträger und spricht von »gewaltigen Aufgaben«.

 Was Schulz konkret meint, bleibt auch in Bielefeld im Ungefähren. Gerhard Schröders Agenda 2010 nennt er nicht einmal. Aber er meint sie, wenn er von einem 50-Jährigen in Neumünster erzählt, der sich Sorgen um seinen Arbeitsplatz macht. »Wenn er arbeitslos wird, bekommt er 15 Monate Arbeitslosengeld, danach ist seine Existenz bedroht. Wir wollen mehr Respekt vor der Lebensleistung der Menschen«, sagt Schulz. Klingt das schon wie die Abwicklung der erfolgreichsten Reform in der SPD-Geschichte? »Auch wir haben Fehler gemacht. Wir haben sie erkannt und uns auf den Weg gemacht, die Fehler zu korrigieren.« Als Beispiele nennt er Mindestlohn, Recht auf Teilzeit und Elterngeld.

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