Aktionen am 9. Juli – »Bündnis gegen Rechts« erwartet 2500 Teilnehmer Rechtsdemo und große Gegenkundgebung

Bielefeld (WB/sb). Mit größeren Verkehrsbehinderungen müssen die Bielefelder am nächsten Samstag, 9. Juli, in der City rechnen. Dann demonstriert das neugegründete rechte Bündnis »Bielefelder Bürgerwille« – begleitet von einer Gegenkundgebung des Bielefelder »Bündnisses gegen Rechts«. Die Polizei als zuständige Versammlungsbehörde hat beide Aktionen genehmigt.

Das »Bündnis gegen Rechts«, hier ein Bild von einer Demo im April, will wieder Tausende mobilisieren. Archiv-
Das »Bündnis gegen Rechts«, hier ein Bild von einer Demo im April, will wieder Tausende mobilisieren. Archiv- Foto: Thomas F. Starke

Die Initiative »Bielefelder Bürgerwille« rechnet mit 250 Teilnehmern und stellt seine Demo unter das Motto »Bielefelder Bürgerwille achten! Asylchaos jetzt stoppen! Clausen und Nürnberger die Rote Karte zeigen!«. Die Kritik an Oberbürgermeister Pit Clausen und Sozialdezernent Ingo Nürnberger beziehen die Initiatoren unter anderem auf geplante Sozialwohnungsbauprojekte in Schildesche, Brake und Jöllenbeck. Sie setzen sich für eine Bürgerbefragung in den betroffenen Stadtteilen an.

Das rechte Bündnis veranstaltet seine Demo von 14 bis 20 Uhr. Beginn ist am Bahnhofsvorplatz. Der Aufzug führt über Herbert-Hinnendahl-Straße, Willy-Brandt-Platz, Paulusstraße, Kavalleriestraße, Turnerstraße und Brunnenstraße zum Stadttheater. Dort gibt es eine Zwischenkundgebung. Der Rückweg verläuft über die Brunnenstraße, Turnerstraße, Friedrich-Verleger-Straße, Herforder Straße und Feilenstraße zum Bahnhofsvorplatz.

Das »Bündnis gegen Rechts« rechnet für die Gegenkundgebung mit 2500 Teilnehmern. »Wir haben gemeinsam gezeigt, dass es in unserer Stadt keinen Platz für Nationalismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit gibt und geben wird«, teilen die Initiatoren auf ihrer Facebookseite mit. »Wir arbeiten couragiert und gemeinsam weiter dafür, dass Bielefeld tolerant und bunt bleibt.«

Das »Bündnis gegen Rechts« beginnt seine Gegendemo um 13 Uhr am Busbahnhof auf dem Bahnhofsvorplatz. Dann geht es über Feilenstraße, Willy-Brandt-Platz (Zwischenkundgebung), Herforder Straße, Jahnplatz (Zwischenkundgebung) und Niederwall zum Neuen Rathaus. Dort ist die Abschlusskundgebung der Veranstaltung, die bis 18 Uhr angemeldet ist.

Es werde zwischen 11 und 21 Uhr zu Verkehrsbehinderungen kommen, teilte die Polizei mit. Zudem seien einige Busumleitungen geplant.