Quintessenz der Spielzeit: 243.000 Besucher, 82,3 Prozent Auslastung Theater: Besucheransturm dank »Terror«

Bielefeld  (WB). Die seit vielen Jahren beste Auslastung der Vorstellungen, ein immer ausverkauftes Stück und 3000 Konzert-Besucher mehr als in zurückliegenden Spielzeiten: Intendant Michael Heicks und Verwaltungsdirektorin Ilona Hannemann sind stolz auf die Saisonbilanz des Theaters.

Von Burgit Hörttrich
Erfolgsstück »Terror«: In 19 ausverkauften Vorstellungen spielten Carmen Priego und Jan Sabo.
Erfolgsstück »Terror«: In 19 ausverkauften Vorstellungen spielten Carmen Priego und Jan Sabo. Foto: Theater

Unterm Strich stehen 243.100 Besucher mit 659 Vorstellungen (2014/15: 673) – 47 davon sind Konzerte. Die Auslastungsquote pro Vorstellung liegt bei 82,3 Prozent. In den vergangenen Jahren wurden mit Werten um 79 Prozent die 80er-Marke zwar auch schon angekratzt, aber, so Heicks: »So gut lag das Theater schon lange nicht mehr.«

Was nicht zuletzt an Ferdinand von Schirachs Stück »Terror« liegt. Die bis heute 19 Vorstellungen waren durchweg ausverkauft. Für alle, die »Terror« noch nicht erlebt haben, wird das Stück auch in die nächste Saison übernommen. Die Abstimmungsergebnisse waren, so Heicks, »eindeutig«. 3685 Zuschauer stimmten für die Verurteilung des Piloten, 7216 forderten Freispruch.

Erfolgreichste Inszenierung der Saison

Mit 11.000 Zuschauern war »Terror« die erfolgreichste Inszenierung der Saison – vor der Oper »Die Zauberflöte« und dem Musical »Cyrano de Bergerac«. Trotz dieser guten Platzierung: »Cyrano« hat Heicks’ Erwartungen nicht erfüllt. Der Intendant: »Es hat nicht wirklich funktioniert. Eigentlich gibt es immer Zusatzvorstellungen bei einem Musical, diesmal haben wir 9000 Zuschauer erreicht, hatten deutlich mehr erhofft.«

Außer Konkurrenz läuft natürlich das Märchen. Den »Gestiefelten Kater« wollten 38.200 Kinder und Erwachsene sehen (55 Vorstellungen). Heicks weist darauf hin, dass ein Drittel aller Premieren Erst- und Uraufführungen gewesen seien. Er lobt die erste Saison der neuen Tanzkompanie unter Chefchoreograf Simone Sandroni (16 900 Zuschauer).

Allein 15.300 Menschen habe man mit den 25 Veranstaltungen mit freiem Eintritt erreicht: beim Theaterfest, Matineen und Soireen, Klassik um 3. Die Einnahmen aus dem Spielbetrieben und aus Gastspielen sind im Vergleich zur vorletzten Spielzeit nur geringfügig um 13.000 Euro auf 3,310 Millionen Euro gestiegen.

Erfolgsmodell sei die Theatercard

Heicks freut sich darüber, dass die Zahl der Abos wenn auch langsam, dafür kontinuierlich ansteige: 4746 wurden für die Saison 2015/16 verkauft. Ein Erfolgsmodell sei die Theatercard (1005), mit deren Besitz sich der Preis pro Karte halbiert.

Die neue Entgeltordnung, die mit Beginn der neuen Spielzeit in Kraft tritt, habe »keine Proteststürme« ausgelöst, sagt Ilona Hannemann. Sie weiß: »Wir haben Rückendeckung.« Auch bei den Abonnenten gebe es »nur die übliche Fluktuation«.

Für die unteren Preisklassen gibt es keine Erhöhung. Stattdessen gibt es einen Acht-Euro-Aufschlag bei Premieren. Die Kartenpreise variieren zwischen den Vorstellungstagen Montag bis Donnerstag und Freitag bis Sonntag. Die Tickets kosten zwischen 49 und 6,50 Euro. Man erhoffe sich zusätzliche Erlöse von 200 000 Euro.

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