Eigentümerin: »Mieter hat Räume zerstört und mich angegriffen« Neue Wohnung ist ein Trümmerfeld

Bielefeld (WB). Die Tapete ist an vielen Stellen abgerissen, die Wände sind beschmiert, Möbel zertrümmert. »Was ist nur in so kurzer Zeit aus meiner Wohnung geworden?«, klagt Vermieterin Regine Felsmann-Kraak verzweifelt.

Von Lukas Brekenkamp
In nur drei Monaten wurde aus der Küche ein Trümmerfeld. Die Vermieterin hatte das Haus mit drei Wohnungen erst im Februar gekauft und renovieren lassen. Außer dem Mietausfall sei ihr ein Schaden von 20.000 Euro entstanden.
In nur drei Monaten wurde aus der Küche ein Trümmerfeld. Die Vermieterin hatte das Haus mit drei Wohnungen erst im Februar gekauft und renovieren lassen. Außer dem Mietausfall sei ihr ein Schaden von 20.000 Euro entstanden. Foto: Lukas Brekenkamp

Erst drei Monate ist es her, da meldete sich die Wohnungseigentümerin auf eine Zeitungsanzeige: »Netter Rentner sucht Wohnung im Bielefelder Westen«. »Wir haben uns getroffen. Er wirkte sauber, freundlich und nett«, erklärt Regine Felsmann-Kraak.

Der Mann, der durch Folgen eines Schlaganfalls Frührentner ist, zog darauf in die 40-Quadratmeter-große Wohnung im Bielefelder Ortsteil Hoberge, Mietpreis: 210 Euro kalt. Doch der erste Eindruck trog offenbar. Nachdem der Mann seine Miete nicht gezahlt habe, fuhr Regine Felsmann-Kraak zu ihm in die Wohnung. »Er wurde handgreiflich und schrie mich an, dass er kein Geld hat«, berichtet die 51-Jährige.

Mann soll Vermieterin mit Eisenstange bedroht haben

Von diesem Zeitpunkt an eskalierte die Situation: Der Mann sei immer aggressiver geworden, das bestätigt auch ein Nachbar. Er habe Regine Felsmann-Kraak mit einer Eisenstange bedroht, auch den 66-jährigen Mitmieter habe er mehrfach attackiert und bedroht. Der Mann habe Mietinteressenten angepöbelt und letztlich die Einrichtung der Wohnung zerstört. Sogar der Mitmieter in dem Haus flüchtete aus seiner Wohnung und kam vorübergehend im Privathaus der Vermieterin unter.

Erst im Februar hatte sie das Haus mit drei Wohnungen gekauft und renovieren lassen. Der Schaden liege bereits jetzt bei 20.000 Euro. Doch die Summe ist weitaus größer, denn wegen des Mietausfalls gehen Regina Felsmann-Kraak Einnahmen verloren.

Räumungsklage läuft

Die Situation habe sich immer weiter zugespitzt. Der Mieter habe, als sie in ihrem Auto saß, mittels einer Zwille Eisengeschosse auf sie abgefeuert. »Da habe ich Glück gehabt – das hätte auch anders enden können«, sagt Regine Felsmann-Kraak. Nachdem sie den Mann daraufhin anzeigte – es sei bereits die elfte Anzeige gewesen, die Vermieterin, der Mitmieter oder die Nachbarn erstattet hätten –, habe der Problemmieter in der Folgenacht ein Feuer in der Wohnung gelegt. Zwar sei nichts passiert, der beißende Geruch von Verbranntem sitze jedoch in dem Haus fest. Der Mann befinde sich seitdem in medizinischer Behandlung im Krankenhaus.

Erst durch seine Abwesenheit habe Regine Felsmann-Kraak das volle Ausmaß der Zerstörung in der Wohnung gesehen. Das hat nicht nur sie schockiert: »Ich habe durch meinen Beruf schon viele Messi-Wohnungen gesehen, doch so etwas in so kurzer Zeit habe ich noch nie erlebt«, sagt die Leiterin eines Bielefelder Reinigungsunternehmens.

Die Wohnung einfach räumen lassen kann Regina Felsmann-Kraak nicht – es läuft allerdings eine Räumungsklage.

Kommentare

Unglaublich

Es ist unglaublich. Diese Vermieterin kann sich nicht - außer durch eine Räumungsklage - gegen einen Mietnomaden zur Wehr setzen? Was haben wir hier für Gesetze, die so etwas zulassen? WER ersetzt dieser Vermieterin die Mietausfälle und Kosten für die Wiederherstellung der Wohnung in einen bewohnbaren Zustand? Das kann doch nicht wahr sein! Wieso werden solche Menschen, die eine Gefahr für andere darstellen und deren Eigentum beschädigen, von unserer Rechtsprechung auch noch geschützt???

wirlich

Schlimm was ihr passiert ist. Geld wird sie nie bekommen. und dann dauert es, bis sie räumen darf. Ich möchte zu gerne wissen, was der Mieterschutzbund und die Regierungen zu solchen Mietern sagt. Denn die Vermieter sind immer die Dummen, die alles zahlen dürfen. Man sollte die Namen von solchen Mietprellern verröffentlichen damit die nie wieder eine Wohnung bekommen. Oder der Mieterschutzbund, die Linken, Grünen, SOzis nehmen die bei sich auf.

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