Student muss 40 Sozialstunden leisten Prozess nach WG-Party eingestellt

Bielefeld (WB/HHS). Für großes Aufsehen in der Studenten-Szene hat vergangenes Jahr ein Polizei-Einsatz in der Nacht zum 31. Mai gesorgt. Etwa 40 Gäste einer WG-Party waren mit drei Streifenwagen-Besatzungen aneinander geraten: Es wurde geschupst, Fäuste flogen, eine Glastür ging zu Bruch – alles wegen zu lauter Musik.

Das Bielefelder Amtsgericht
Das Bielefelder Amtsgericht Foto: Thomas F. Starke

Dafür verantworten musste sich am Donnerstag ein 30-jähriger Mieter der Wohngemeinschaft vor dem Amtsgericht. Die Staatsanwaltschaft warf ihm Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vor, weil er einen der Polizisten die Treppe hinunter gestoßen hatte. Doch nach nur 60-minütiger Prozessdauer stellte Richterin Kerstin Heitker das Verfahren gegen die Auflage von 40 Sozialstunden in einer gemeinnützigen Einrichtung ein.

Zuvor hatte der von dem 30-jährigen Studenten gestoßene Polizist im Zeugenstand erklärt, dass er dabei nicht verletzt worden sei und vor Ort sogleich den Eindruck gewonnen habe, dass es dem Mann leid tue: »Ich habe es als entschuldigende Geste empfunden als er sagte: ›Das wollte ich so nicht.‹«

Mehr lesen Sie am Freitag, 24. Juni, im WESTFALEN-BLATT, Lokalteil Bielefeld.

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Faire Aussage

Faire Aussage des Polizeibeamten!

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