30 maskierte Jugendliche randalieren auf Gelände an Herforder Straße Kurden greifen türkische Moschee an

Bielefeld (WB/uko). Ein Gruppe von kurdischen Jugendlichen hat am Donnerstag auf dem Gelände einer türkischen Moschee an der Herforder Straße randaliert. Die maskierten Angreifer versuchten vergeblich, in die Moschee einzudringen. Sie beschmierten nach Polizeiangaben die Wände des Vereinshauses der »Grauen Wölfe«, einer rechtsgerichteten türkischen Vereinigung.

Tatort Herforder Straße 108: Vor dieser türkischen Moschee randalierten am Donnerstagabend  maskierte kurdische Jugendliche.
Tatort Herforder Straße 108: Vor dieser türkischen Moschee randalierten am Donnerstagabend maskierte kurdische Jugendliche.

Gegen 18 Uhr gingen bei der Polizei Notrufe vom Gelände der Moschee an der Herforder Straße 108 ein. Polizeisprecher Michael Waldhecker sagte, es habe sich um »15 Anrufe« in kurzer Zeit gehandelt. Danach hielten sich mit »weißen Tüchern oder weißen Kapuzen« maskierte Männer auf dem Gelände der Moschee »Ülkü Ocagi« auf. »25 bis 30 Personen« hätten versucht, die Moschee des »Türkischen Kultur- und Sozialdienstvereins« zu stürmen. Den Menschen im Gebäude sei es jedoch gelungen, die Türen und das Hauptportal noch rechtzeitig zu schließen und zu verriegeln.

Danach hätten die vermutlich jugendlichen Angreifer die Wände der Moschee beschmiert und darauf Buchstabenkombinationen wie »YPJ« und »YPG« geschrieben. Diese Kürzel stehen für die kurdische »Volksverteidigungseinheiten« und  kurdische »Frauenverteidigungseinheiten« in Syrien.

Staatsschutz übernimmt Ermittlungen

Außerdem wurden mehrere Autos auf dem Moscheegelände demoliert. Die Angreifer hätten Scheiben der Fahrzeuge eingeschlagen. Über die Höhe des Schadens gibt es keine Angaben.

Beim Eintreffen »starker Polizeikräfte« habe die Gruppe das Grundstück bereits wieder verlassen. Michael Waldhecker: »Wir haben eine Person in Gewahrsam genommen.« Es handele sich um einen Mann aus Bad Oeynhausen. Der Staatsschutz der Bielefelder Polizei übernahm danach die Ermittlungen. Waldhecker bezeichnete den Angriff auf das Vereinsheim als »Folge der bewaffneten Kämpfe in der Türkei«.

Die Moschee »Ülkü Ocagi« ist offiziell als  »Türkischer Kultur- und Sozialdienstverein« benannt. Er gilt (so die Übersetzung) als   »Idealistenverein« und als Heimstatt der ul­tranationalistischen »Grauen Wölfe« in Bielefeld.

Kommentare

schön bunt hier

Zustände -wie u.a. von PEGIDA beschrieben- die aber noch nicht beim Michel angekommen sind.

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