Heftige Kritik nach Pilotversuch zur Umverteilung der Polizeiarbeit in Bielefeld 1200 Notrufe laufen ins Leere

Bielefeld (WB). Bei einem öffentlich bislang nicht bekannten Testlauf zur Verbesserung der Polizeiarbeit in fünf NRW-Polizeibehörden, darunter Bielefeld, ist es offenbar zu Problemen mit der Annahme von Notrufen gekommen. Das NRW-Innenministerium sieht jedoch keinen Anlass zur Besorgnis.

Von Bernd Bexte
110 – unter dieser    Nummer sollte man immer die Polizei erreichen
110 – unter dieser Nummer sollte man immer die Polizei erreichen Foto: dpa

Die Opposition hingegen wittert einen Skandal. »Damit wird das Vertrauen der Bürger in die Polizei erschüttert«, sagt der CDU-Innenexperte und Landtagsabgeordnete Gregor Golland. Hintergrund ist ein einjähriger Versuch zur Zen­tralisierung der Bearbeitung von  Notrufen, an der 2013/14 die Polizeien in Bielefeld,  Dortmund, Mönchengladbach, Steinfurt und Gelsenkirchen teilgenommen hatten. Im »Pilotversuch zentrale Einsatzsachbearbeitung« sollten die Leitstellen  Verwaltungsarbeiten aus den dezentralen Polizeiwachen übernehmen.    

Versuch läuft nicht rund

Durch die Umstrukturierung  sollten die Beamten auf den Wachen entlastet und ihnen mehr Zeit beispielsweise für Streifendienste gegeben werden. Allerdings lief dies nicht immer rund – vor allem nicht in Bielefeld. Hier sollen  während der ersten drei Monate des Pilotversuches mehr als 1200 Notrufe nicht angenommen worden sein.  Nach Informationen des WESTFALEN-BLATTS ist in einem Zwischenbericht von Januar 2014   von allein 450 vergeblichen 110-Anrufen im ersten Versuchsmonat die Rede.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Mittwochausgabe des WESTFALEN-BLATTS.

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