Reaktion auf islamkritische Kundgebung Bündnis gegen Rechts plant Demo gegen "Biegida"

Bielefeld (WB). Das Bielefelder Bündnis gegen Rechts plant eine weitere Großkundgebung, um für Weltoffenheit und Toleranz zu demonstrieren. Die Veranstaltung am Montag, 21. September, um 18.30 Uhr am Ostbahnhof richtet sich gegen das islamkritische Bündnis "Biegida", das am gleichen Ort eine Kundgebung plant.

Bei der vergangenen Demo am 20. Juli versammelte das Bündnis gegen Rechts 800 Menschen am Hauptbahnhof.
Bei der vergangenen Demo am 20. Juli versammelte das Bündnis gegen Rechts 800 Menschen am Hauptbahnhof. Foto: Thomas F. Starke

Anmelder der "Biegida"-Demo ist Thomas Borgartz, früher OWL-Chef der rechtspopulistischen Partei "Pro NRW". Borgartz hatte bereits im Juli eine Pegida-Demo angemeldet. Diese wurde aber kurzfristig abgesagt - auch weil sich Pegida damals von dem OWL-Ableger distanzierte. Jetzt startet Borgartz einen neuen Anlauf unter dem Namen "Biegida"

Das Bündnis gegen Rechts will gegen diese Kundgebung protestieren. In Bielefeld zeige sich derzeit eine "großartige Willkommenskultur und Hilfsbereitschaft gegenüber Flüchtlingen", teilen die Veranstalter mit. "Wir lassen uns diese Offenheit und gute Stimmung nicht durch Fremde, die nach Bielefeld kommen, um Hass zu verbreiten und zu hetzen, beschädigen".

Das Bündnis gegen Rechts hatte zuletzt am 20. Juli eine Demonstration veranstaltet. Anlass war die geplante Pegida-Kundgebung, die aber später abgesagt wurde. Das Bündnis gegen Rechts versammelte 800 Menschen zu der Demo am Hauptbahnhof.

Kommentare

Interessant

Man möchte für Weltoffenheit ( was immer das für bestimmte Menschen sein mag ) und Toleranz stehen und werben. So tolerant, die Meinung anderer zu hören oder gar zuzulassen, möchte man dann aber lieber doch nicht sein. Ich bin kein PEGIDA Anhänger und insofern interessiert mich BIEGIDA nicht wirklich. Was mich aber nervös macht ist die sehr einseitige Sichtweise in Deutschland. Entweder ist man für eine "Willkommenskultur" oder man ist ein NAZI. Ich fände es Wunderbar, gäbe es ein Bündnis gegen die Radikalen, also auch gegen den Linksradikalismus. Aber da spielt das Bündnis gegen Rechts natürlich nicht mit, die Kirchen und Gewerkschaften auch nicht. Von unserer überforderten Politik mag ich gar nicht erst sprechen.

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