Keine mildernden Umstände wegen Rausch des Täters Sechseinhalb Jahre Haft für tödlichen Angriff mit Fleischermesser

Bielefeld (dpa). Für einen tödlichen Angriff mit einem Fleischermesser auf seinen Kollegen muss ein Werksarbeiter sechseinhalb Jahre ins Gefängnis. Das entschieden die Richter am Landgericht Bielefeld am Donnerstag.

Der Angeklagte vor Gericht
Der Angeklagte vor Gericht

 Der 50-jährige Arbeiter in einer Fleischfabrik in Herzebrock-Clarholz im Kreis Gütersloh hatte Anfang Februar seinen 32-jährigen Kollegen mit einem Zerlegemesser tödlich verletzt. Der Jüngere war noch am Tatort gestorben, weil der Angreifer mit dem Messer eine Arterie an der Achsel getroffen hatte.

 
Zuvor waren in der Unterkunft für Werksarbeiter reichlich Bier und Wodka geflossen, so dass der 50-Jährige zur Tatzeit drei Promille Alkohol im Blut hatte. Sein Verteidiger hatte daher eine mildere Strafe gefordert. Der Werksarbeiter hatte ausgesagt, er habe den Kollegen verletzen, aber nicht töten wollen.

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