DSC gegen Braunschweig: Umleitungen für gesperrte »Jöllenbecker« sind ebenfalls zu – Polizei im Großeinsatz Zum Fußballspiel droht Verkehrschaos

Bielefeld (WB). Das Heimspiel des DSC Arminia am Freitagabend gegen Eintracht Braunschweig könnte gleich in zweierlei Hinsicht brisant werden. Von der Polizei wird es als Risikospiel  eingeschätzt, weil auch Hooligans der Hannoveraner Fanszene erwartet werden. Außerdem könnte sich die Verkehrssituation rund um das Stadion noch einmal verschärfen.

Von Hendrik Uffmann und Jens Heinze
Von 12 bis 21 Uhr gilt an der Schloßhofstraße heute: Wegen des Fußballspiels in der Schüco-Arena darf nicht geparkt werden.
Von 12 bis 21 Uhr gilt an der Schloßhofstraße heute: Wegen des Fußballspiels in der Schüco-Arena darf nicht geparkt werden. Foto: Thomas F. Starke

Denn ausgerechnet die Umleitungsstrecken um die vollgesperrte Jöllenbecker Straße und die Zufahrt zum OWD sind wegen der an- und abreisenden Fans am heutigen  Nachmittag und Abend zeitweise gesperrt. Erstmals werden die Gästefans, die mit dem Zug anreisen, vom Hauptbahnhof zu Fuß über Jöllenbecker-, West- und Schloßhof­straße zur Schüco-Arena geführt. 

Das Ordnungsamt und das Amt für Verkehr haben deshalb eine Verfügungen erlassen, wonach auf der Weststraße zwischen Jöllenbecker Straße und Schloßhofstraße und auf der Schloßhofstraße von der West- bis zur Turmstraße von 12  bis 21 Uhr ein absolutes Halteverbot herrscht. Anwohner, die ihre Autos nicht wegfahren, müssen damit rechnen, dass das Ordnungsamt die Fahrzeuge konsequent abschleppen lässt. Um die Anwohner zu informieren, hat das Ordnungsamt Infozettel verteilt.

Busshuttle abgesagt

Ursprünglich war vorgesehen, die mit dem Zug anreisenden Braunschweig-Fans mit Bussen der Stadtwerke-Verkehrstochter Mobiel vom Hauptbahnhof zum Stadion und wieder zurück zu transportieren. Wie Volker Voß, beim Ordnungsamt zuständig für die Sicherheit bei Sportveranstaltungen, erklärte, hätten die Stadtwerke-Verkehrsbetriebe Mobiel »ganz kurzfristig« am Dienstagmittag diesen geplanten Busshuttle abgesagt. »Wir haben den Shuttle aus Sicherheitsgründen für notwendig gehalten«, bekräftigte Voß.

Ein  solcher Busshuttle, vom örtlichen Ausschuss für Sport und Sicherheit in Bielefeld erstmals erprobt am 15. Februar (Arminia gegen MSV Duisburg) und am 18. April beim Heimspiel gegen Preußen Münster, soll den Kräfteeinsatz der Polizei und die Gefahren wie Eingriffe in den Straßenverkehr, Konflikte mit gegnerischen Fans oder Sachbeschädigungen auf dem Marschweg zur Schüco-Arena und zurück minimieren.

»Die Kurzfristigkeit der Absage hat uns schon überrascht«, erklärte gestern auch Arminia-Pressesprecher Tim Santen. Laut Mobiel-Sprecherin Birgit Jahnke  fehlt es dem Unternehmen heute an Fahrzeugen und Fahrern, um den Busshuttle durchführen zu können. Jahnke: »Das Spiel findet nicht am Wochenende, sondern am Freitagabend statt, wo wir einen viel engeren Fahrplan haben.«

»Bewährtes Konzept für Risikospiele«

Grund für die Einstufung als Risikospiel ist unter anderem die besondere Konstellation der Fans. Insgesamt 19.000 Besucher werden laut Tim Santen erwartet, darunter 2000 Fans aus Braunschweig. Hinzu kommen  werden aber wohl auch gewaltbereite  Anhänger von Hannover 96. Denn laut Polizeisprecher Achim Ridder  gibt es eine enge Verbundenheit der Bielefelder Fans mit denen  aus Hannover, während das Verhältnis zwischen Braunschweig-Anhängern und Hannoveraner Fans »mehr als negativ besetzt ist«, so Ridder.

Wie viele  Hooligans aus Hannover  anreisen  werden, dazu wollte sich der Polizeisprecher  gestern nicht äußern. Informationen dieser Zeitung zufolge sollen es bis zu 300 gewaltbereite Fans sein.

Die Polizei  werde sich darauf einstellen – unter anderem werden laut Ridder heute mehrere Einsatzhundertschaften im Einsatz sein. Arminia-Sprecher Santen betonte, dass es ein bewährtes  Konzept für Risikospiele gebe. »Das ist für uns nicht neu. Und wir werden unser Ordnungspersonal an die Zahl der Besucher anpassen.«

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