Totalausfall der Kamera für linke A-2-Fahrspur – 600 .000 Euro weniger Einnahmen Blitzer am Berg sechs Wochen lang defekt

Bielefeld (WB/hz). Der berühmteste Blitzer der Republik, die städtische Radaranlage auf der A 2 am Bielefelder Berg, wirft dieses Jahr weniger Einnahmen ab. Die Digitalkamera zur Tempoüberwachung für die linke Fahrspur war fünfeinhalb Wochen lang defekt.

Erst am Dienstag wurde der Blitzer wieder repariert.
Erst am Dienstag wurde der Blitzer wieder repariert. Foto: Bernhard Pierel

Am Dienstag wurde die Radaranlage repariert und geeicht. Jetzt überwacht der Blitzer wieder alle drei Fahrspuren in Richtung Hannover. Zum Grund, warum sich die Reparatur über fünf Wochen hinzog, machte Ordnungsamtsleiter Friedhelm Feldmann keine Angaben.

Wegen des Ausfalls fließen etwa 600.000 Euro weniger in die Stadtkasse, schätzte Feldmann. Wie er auf WESTFALEN-BLATT-Anfrage bestätigte, sei am 10. Juli der Totalausfall einer von drei Digitalkameras festgestellt worden. Der technische Defekt betraf die linke Fahrspur, auf der Raser gerne das Gaspedal besonders tief durchdrücken.

Anhand der Geschwindigkeitsverstöße des Vergleichszeitraums im Jahr 2014, in dem allein  auf der linken Spur etwa 10.800 Temposünder abgelichtet wurden, lasse sich der geschätzte Einnahmenverlust in etwa beziffern, sagte der Ordnungsamtsleiter.

Der Blitzer bei Lämershagen lichtet seit Dezember 2008 einen Raser nach dem anderen ab. Im Schnitt lösen die drei Digitalkameras 327 Mal am Tag aus. So gibt es in jeder Stunde 14 mehr oder weniger kostspielige Porträtfotos oder etwa alle vier Minuten ein Bild. Vergangenes Jahr gab es die zweithöchsten Fallzahlen in der Geschichte des europaweit bekannten Blitzers. 119.494 Raser wurden fotografiert, was der Stadt 6,87 Millionen Euro an Einnahmen bescherte.

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