Musikdienst Spotify hat die Vorlieben der Hörer ausgewertet Die Bielefelder lieben Hip-Hop

Bielefeld (WB). Fröhliche Endzeitstimmung am Teutoburger Wald: die Bielefelder hören besonders gerne  das Album »Hurra die Welt geht unter« der Berliner Hip-Hop-Formation »K.I.Z.«. Das ist das Ergebnis einer Analyse des weltweit führenden Internet-Musikdienstes Spotify.

Von Heinz Stelte
Die Bielefelder Formation »Hardsoul« veröffentlichte 2006 ihren Hit »Pumpen« – als Spotify gegründet worden. Der Song wird auch heute noch in Bielefeld eifrig angeklickt.
Die Bielefelder Formation »Hardsoul« veröffentlichte 2006 ihren Hit »Pumpen« – als Spotify gegründet worden. Der Song wird auch heute noch in Bielefeld eifrig angeklickt. Foto: Jörn Hannemann

 Das aus Schweden stammende Unternehmen hat eine weltweite Musiklandkarte erstellt, die zeigt, welche Songs – relativ gesehen – wo besonders beliebt sind, welcher Künstler in welchem Teil der Welt seine meisten Fans hat. Dazu hat Spotify etwa 20 Milliarden Lieder ausgewertet und eine Auswertung für etwa 1000 Städte weltweit erstellt.

Ob Bielefeld oder New York, Rio de Janeiro oder Reykjavik: Hip-Hop gibt weltweit den Ton an. Und so hören auch die Bielefelder am liebsten Rap. Neben »K.I.Z.« stehen der deutsch-libanesische Rapper »Mo Trip« oder die Frankfurter Newcomerin »Namika«   in der Gunst der Bielefelder Musikhörer in Relation zu anderen Städten besonders hoch.

Doch auch ein Lokalmatador hat die Herzen der Hörer erobert. Zwar ist der Titel »Pumpen« der heimischen Techno-Rapper »Hardsoul« schon fast neun Jahre alt, die Bielefelder können aber bis heute nicht genug davon bekommen und klicken den Song immer wieder an – so oft, dass die »inoffizielle Bielefelder Party-Hymne« von Sebastian Henderson (alias »Crush«), Henrich Fulland (»Hennessy«), Tomislav Ljubic (»Maniak«), Hans Schreiber (»Harry van Halen«) und Kenan Karakayali (»DJ Uppercut«) ganz oben auf  der Bielefelder Spotify-Top-100-Liste steht.

Abseits von Hip-Hop und  Rap werden von den Hörern der Leinenstadt nur wenige Musiker angeklickt. Andreas Bourani, Lena oder Mickie Krause schaffen es noch unter die Top 100, wie auch zwei Hörspiele:  »Fünf Freunde und der vergessene Schatz« sowie »Sherlock Holmes – Das Musgrave-Ritual Teil 1«.

Der Streaming-Dienst Spotify wurde 2006 in Stockholm gegründet und hat weltweit 60 Millionen Gratis-Nutzer und 15 Millionen Abonnenten (Stand: Anfang 2015).

Hier gibt es weitere Infos:

https://insights.spotify.com/de/2015/07/13/musical-map-of-the-world

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