Sachbeschädigung und Sitzblockaden – keine Verletzten Spontane Kurdendemo gerät aus dem Ruder

Bielefeld (WB). Eine  spontane Kurdendemo hat Donnerstagnachmittag für Wirbel auf der Hauptstraße gesorgt. Es gab Sitzblockaden und es flogen Flaschen gegen eine Stadtbahn. Verletzt wurde aber nach ersten Erkenntnissen niemand.

Die etwa 30 weiblichen und männlichen Teilnehmer, die gegen die türkischen Militärangriffe demonstrierten, hatten sich gegen 17.10 Uhr in Höhe der evangelischen Bartholomäus-Kirche versammelt. »Die Männer waren teilweise vermummt und führten Banner mit sich«, berichtet Polizeisprecher Michael Kötter. An der Kreuzung Hauptstraße/Bodelschwinghstraße gab es den ersten Ausraster.

 Demonstrationsteilnehmer nahmen sich Absperrmaterial einer Baustelle und warfen es auf die Straße. Dann zogen die Teilnehmer weiter über die Hauptstraße in Richtung Artur-Ladebeck-Straße. Sie nutzten dabei die Fahrbahn und nicht den Gehweg, was für Verdruss unter Passanten und Verkehrsteilnehmern sorgte. Sie blockierten mit ihrer Aktion nicht nur den Fahrzeugverkehr, sondern auch die Straßenbahn.

Nach Polizeiangaben provozierten Fahrgäste der Stadtbahn einige Demonstrationsteilnehmer. Daraufhin warfen einige Kurden Flaschen gegen die Stadtbahn. Kurze Zeit später setzten sich die Demonstranten auf die Straße zu einer kurzzeitigen Sitzblockade. Diese Sitzblockade wiederholten sie später an der Einmündung der Hauptstraße zur Artur-Ladebeck-Straße.

Steine gegen ein Auto geworfen

Es kam zur erneuten Provokation – diesmal durch einen Autofahrer. Daraufhin warfen Demonstranten Steine gegen das Auto und beschädigten es.

Schließlich griff die Polizei ein und stoppte die Teilnehmer auf der Artur-Ladebeck-Straße in Gadderbaum – kurz vor der Einmündung zum Eggeweg. Die Beamten stellten die Personalien von insgesamt 22 Teilnehmern fest. »Auch einer der Steinwerfer konnte identifiziert werden«, stellte Polizeisprecher Kötter fest. Alle Demonstrationsteilnehmer erhielten schließlich Platzverweise. Gegen 18.30 Uhr hatte sich der Aufzug schließlich aufgelöst. Die Polizei ermittelt jetzt wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz, Landfriedensbruch und Sachbeschädigung.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.