Investor baut sechsgeschossiges Gebäude des Johanneswerkes um – 35 Wohnungen Schwesternheim wird zum Studentenwohnheim

Bielefeld (WB). Die Baugenehmigung  ist eine Woche alt, jetzt  wird  das  alte  Schwesternwohnheim des Johanneswerks umgebaut. Nächstes Frühjahr können  35 Wohnungen bezogen werden. Die Zielgruppe sind Studenten.

Von Volker Zeiger
Das ehemalige Johanneswerk-Schwesternwohnheim an der Schildescher Straße     wird jetzt umgebaut.Es entstehen  größere Apartments. Facharbeiter Chojak Grzegorz zeigt Pläne – hier eine Außenansicht. Die Fassade wird gedämmt und neu gestrichen.
Das ehemalige Johanneswerk-Schwesternwohnheim an der Schildescher Straße wird jetzt umgebaut.Es entstehen größere Apartments. Facharbeiter Chojak Grzegorz zeigt Pläne – hier eine Außenansicht. Die Fassade wird gedämmt und neu gestrichen. Foto: Volker Zeiger

 Zwei Jahre dauerte es, bis   die Investoren   den Umbau ihrer Immobilie an der Ecke Beckhaus-/Schildescher  Straße angehen konnten.  Es seien noch Mieter im Haus gewesen, die geplanten   Aufräumarbeiten   hätten aber  nicht begonnen werden können, begründet   der neue  Eigentümer den Verzug.

Schon im Januar 2013 hatte  sich    in dem  sechsstöckigen Gebäude  etwas getan, wenn auch hinter verschlossenen Türen: Langsam   sei  entkernt worden. Aus den früheren schmalen und nur knapp   zehn Quadratmeter großen Zimmern  wurden  größtenteils   Wohnungen   mit Flächen zwischen 22 und 83 Quadratmetern. »Wir brachen Wände  heraus, außerdem  wurde der alte  Estrich  in den vergangenen Wochen auf allen Etagen  entfernt«,   berichtet der   Unternehmer, der namentlich nicht genannt werden möchte.    Er  und   ein  Co-Investor stecken  eigenen Angaben nach fast zwei Millionen Euro in den Umbau.   Über die Kosten des Immobilienerwerbs im Jahr   2011 schweigt sich der Unternehmer  aus.   

Nach neuestem Standard gedämmt

 Jetzt werde das Gebäude eingerüstet. Die im Jahr 2002  vom Voreigentümer, dem  Johanneswerk, eingebauten Fenster werden alle gegen dreifachverglaste Fenster ausgetauscht.   Außenwände werden »nach neuesten Maßstäben gedämmt«. Die Elektroinstallation werde erneuert. Das  durch Fernwärme der Stadtwerke gespeiste Heizsystem müsse ausgetauscht werden.  Jedes  der Apartments bekomme Warmwasser künftig über  Durchlauferhitzer. Eigene Zähler seien in jeder  Wohnung   Pflicht.

 Die  Balkone   bleiben, werden     aber saniert, die   Fassade werde  mit farbigen Elementen  gestaltet, der Vierpersonenaufzug  im Haus  bleibt. Der    frühere Saal des Schwesternwohnheims wird   zu zwei Wohnungen mit Größen zwischen 70 und 82 Quadratmetern, die  Terrassen haben.  Wohnungen in den Etagen darüber bekommen Zuschnitte  zwischen 23 und   62 Quadratmetern. Bezugsfertig sollen  die Apartments  spätestens  Mitte 2016 sein. Der Investor plant, das Objekt von Februar an zu vermarkten, der Mietpreis  (kalt) liege zwischen neun und zehn Euro  pro Quadratmeter.

Das Evangelische Johanneswerk   erbaute das Schwesternwohnheim in den 1960er Jahren, 2011  beschloss der  Vorstand, »nicht benötigte oder  nicht  zum Kerngeschäft gehörende Immobilien in der  Regel zu veräußern«. Das Haus  verfügte   bis dahin über 60 Apartments.

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