Gymnasiast Jannick Gehrmann (14) überwindet Ängste im »Mutcamp 3.0« des TV-Senders Kika Mut zum großen Sprung

Bielefeld (WB). Ein Fallschirmsprung aus 4000 Metern Höhe – das war nur eine von vielen Herausforderungen für den Jöllenbecker Jannick Gehrmann. Der 14-Jährige ist einer von sechs Teilnehmern beim »Mutcamp 3.0« des TV-Kindersenders Kika. Gedreht wurde in Südafrika.

Von Ulrike Ellerbrock
»Glückwunsch«: Jannick Gehrmann hat für seinen erfolgreichen Fallschirmsprung eine Urkunde erhalten.
»Glückwunsch«: Jannick Gehrmann hat für seinen erfolgreichen Fallschirmsprung eine Urkunde erhalten. Foto: Hans-Werner Büscher

Die besten Szenen aus dem Camp zeigt Kika von montags bis donnerstags jeweils um 20.10 Uhr. In Südafrika stellte sich der Gymnasiast zusammen mit seinen Ängsten und überwand seine eigenen Grenzen. Bis dahin löste schon  die Vorstellung, vor seiner Klasse ein Referat zu halten, unangenehme Gefühle in ihm aus. Beim »Mutcamp« stellten ihm die Coaches Jonas Bell, der ursprünglich aus Bielefeld stammt, und Shital Balser immer neue Aufgaben. Jannick hat  sich allen Herausforderungen gestellt, denn: »Ich wusste, es kann nichts passieren«.

Der Schüler erzählt: »Einmal sollte ich den anderen Teilnehmern von einem seltsamen Traum erzählen. Dabei kam ich mir sehr komisch vor.  Ein anderes Mal habe ich Gäste in einem Restaurant bedient. Und dann sollte ich einem Fotografen sagen, wie er seine Arbeit besser machen kann und ihn immer wieder mit Klatschen anfeuern.« Auch seine sprachlichen Fähigkeiten wurden auf die Probe gestellt: »Ich habe einigen Jugendlichen auf englisch erklärt, wie das Leben und die Schule in Deutschland sind.«

Spektakuläre Herausforderung

Die größte und spektakulärste Herausforderung war aber der Fallschirmsprung aus 4000 Metern Höhe. Jannick erinnert sich: »Es traut sich ja nicht jeder, aus einem Flugzeug zu springen.« Aber er hat den Sprung gewagt und wurde mit gewachsenem Selbstbewusstsein belohnt. Das fiel auch seiner Mutter Melanie Gehrmann bei seiner Rückkehr sofort auf: »Es war ein irres Gefühl, ihn so stolz und selbstbewusst zu sehen. Aber er hat schließlich Dinge erlebt, die man nicht mal eben macht.«

Eine weitere Herausforderung wartet in der nächsten Woche noch auf ihn: »Es ist sicher ein komisches Gefühl am ersten Schultag, wenn man auf einmal erkannt wird.« Auch die Dreharbeiten mit einem großen Team waren für ihn Neuland. »Vor allem am Anfang war das komisch, dass die Kameraleute mit ihrer Ausrüstung überall dabei waren. Aber nach der ersten Woche hat man das schon gar nicht mehr gemerkt«, berichtet Jannick. Im Fernsehen sehe man davon nichts mehr.

Pläne für die Zukunft

Die Idee, sich für das Kika-Mutcamp zu bewerben, kam Jannick, als ihm bei der Nachhilfe ein Flyer in die Hände fiel. Seine Mutter unterstützte ihn bei der Idee, obwohl sie nicht glaubte, dass ihr Sohn ausgewählt werden könnte. Sie sagt: »Ich habe mich so gefreut, dass mein Sohn das Glück hat, das alles zu erleben. Und das Produktionsteam hat von Anfang an so viel Ruhe und Sicherheit ausgestrahlt, dass ich Jannick unbesorgt teilnehmen lassen konnte.«

Und was hat Jannick für die Zukunft aus dem Mutcamp mitgenommen? »Ich habe mir fest vorgenommen, in der Schule mehr Referate  zu halten.«  Außerdem hat er die Sommerferien genutzt, um in einem Sprachcamp auf Malta zwei Wochen lang seine Englischkenntnisse zu erweitern. »Da wäre vor dem Mutcamp gar nicht dran zu denken gewesen«, sagt seine Mutter.

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