Stadt erhält den Google-»E-Town-Award« Bielefeld gehört zu den digitalsten Kommunen Deutschlands

Bielefeld (WB/hu). Wenn es darum geht, über das Internet Geschäfte zu machen, zählen die Unternehmen in der Stadt deutschlandweit zur Spitze.  Bielefelder erhielt am Dienstag als eine der zehn »digitalsten Städte« Deutschlands den »E-Town-Award«.

Google-Sprecher Klaas Flechsig (rechts) überreicht den E-Town-Award an Oberbürgermeister Pit Clausen und Brigitte Meier, Prokuristin der Bielefelder Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft.
Google-Sprecher Klaas Flechsig (rechts) überreicht den E-Town-Award an Oberbürgermeister Pit Clausen und Brigitte Meier, Prokuristin der Bielefelder Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft. Foto: Thomas F. Starke

Verliehen wird der Preis in diesem Jahr zum vierten Mal  durch den Internet-Giganten Google und das Institut der Deutschen Wirtschaft  Köln (IW) Consult GmbH mit Unterstützung des Deutschen Städte- und Gemeindebundes. Google-Sprecher Klaas Flechsig überreichte den Preis am Dienstag an Oberbürgermeister Pit Clausen und Brigitte Meier, Mitglied der Geschäftsführung der Bielefelder Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft WEGE, als Stellvertreterin für die Unternehmen.

Unternehmen setzen auf digitale Geschäftsmodelle

Ausgezeichnet mit dem  »E-Town-Award« werden Städte, in denen die Wirtschaftsunternehmen stärker als anderswo auf das Internet setzen.

In den zehn Postleitzahlregionen wurde jeweils eine Stadt gekürt. In der Region 3, zu der unter anderem auch Städte wie Hannover, Braunschweig und Kassel gehören, setzte sich in diesem Jahr Bielefeld durch. Für die Bewertung der Städte hat das IW Consult 5600 Unternehmen in der Postleitzahlregion 3 nach der Digitalisierung ihres Geschäftsmodells sowie  nach der Bedeutung des Internets für ihre Auslandsaktivitäten gefragt.

»Außerdem haben wir ausgewertet, in welchen Städten die Unternehmen besonders viele internationale Besucher auf ihre Seiten führen und damit ein besonders starkes Wachstum erzielen«, erläutert Klaas Flechsig.

Online-Auslandsgeschäft mit Luft nach oben

Denn für die exportorientierte deutsche Wirtschaft sei  eben dieser Aspekt wichtig. »200 Milliarden Euro des Exports wurden 2012 in Deutschland mithilfe des Internets erwirtschaftet.« Wobei gerade kleine und mittlere Firmen die Möglichkeiten, die sich im digitalen Auslandsgeschäft ergäben, unterschätzten. Flechsig: »Hier gibt es auch in Bielefeld noch Ausbaupotenzial.«

WEGE-Geschäftsführerin Brigitte Meier bezeichnete den E-Town-Award als »wichtiges Barometer«. »Und der Preis zeigt, dass wir in Bielefeld schon sehr gut unterwegs sind.« Ein Beispiel seien die Zugriffszahlen aus dem Ausland auf www.das-kommt-aus-bielefeld.de , auf der Bielefelder Unternehmen ihre  Produkte und Dienstleistungen präsentieren. Habe der Anteil der Zugriffe aus dem Ausland auf diese Seite 2014 bei etwa drei Prozent  gelegen, sei er auf aktuell neun Prozent gestiegen, so Meier.

OB Pit Clausen sagte, dass die Versorgung mit schnellen Internet-Leitungen in Bielefeld bis auf wenige Randbereiche gut sei. »Dass  es im Online-Auslandsgeschäft noch Luft nach oben gibt, das sollten die Unternehmen aufgreifen.«

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