SC Vlotho: Leo Lammert wieder zum Vorsitzenden gewählt, Dirk Schröer Stellvertreter
„Brauchen eine neue Struktur“

Von Lars Krückemeyer Vlotho.Leo Lammert will beim SC Vlotho in den nächsten zwei Jahren die Vereinsstruktur verändern und verjüngen. Übersetzt bedeutet das, dass sich der 69-Jährige zum letzten Mal zum Vorsitzenden hat wählen lassen. Ein erstes Signal in diese Richtung ging in der Jahreshauptversammlung bereits bei der Neubesetzung des 2. Vorsitzenden durch Dirk Schröer (55) aus.

Sonntag, 09.02.2020, 21:00 Uhr
Vorsitzender Leo Lammert (2. von rechts) ehrt die langjährigen Mitglieder Till Schröer, Frank Vollriede, Henrike Ziegler und Max Fromme aus. Foto: Lars Krückemeyer

„Für mich soll es die letzte Amtszeit sein. Unser Schatzmeister Oguz Deniz ist ja auch schon 70 Jahre. Ich kann euch sagen, dass diese Aufgaben viel Energie und Anstrengungen kosten. Wir wollen und müssen verstärkt auf Leute aus den eigenen Reihen mit einer hohen Identifikation setzen“, sagte Lammert und bezog das auf den sportlichen und den administrativen Bereich. Wahlleiter Peter Schäfer unterstrich: „Wir dürfen hier in zwei Jahren nicht in der gleichen Situation sein.“

405 Mitglieder im Verein

Auch Oguz Deniz, dem einmal mehr eine akkurate Kassenführung bescheinigt wurde, und Geschäftsführer Jan-Hendrik Lenger (27) wurden für weitere zwei Jahre gewählt. Stellvertreter bleiben Peter Schäfer (Kasse) und Holger Scholz (Geschäftsführung). Die bisherigen 2. Vorsitzenden Horst Duwe und Heiko Reiter kandidierten nicht mehr. Mit Dirk Schröer folgt ein Vereinsinsider. „Ich bin 48 Jahre im Verein und bei den Spielen vor Ort. Ich werde das Amt nicht neu erfinden“, sagte der Vater der SC-Spieler Till und Luis. Die Zahl der Mitglieder blieb mit 405 konstant.

Mentalität fehlte

Zweites beherrschendes Thema war die künftige sportliche Ausrichtung. Ausgerechnet in der ersten Fußballmannschaft als Aushängeschild passte es in der vergangenen Saison vorne und hinten nicht, der Abstieg aus der Landesliga war die Folge. „Es ist nicht gelungen, eine geschlossene Mannschaft zusammenzustellen. Eine erstklassige Mentalität hat uns jahrelang ausgezeichnet. Die fehlte diesmal“, sagte Lammert und bezog auch sich in die Kritik ein. Verletzungspech und dünne Kader erschwerten die Saison für alle drei Männerteams. „Personell wollen wir für die nächste Saison qualitativ und quantitativ einen Sprung nach vorne machen“, sagte Lammert.

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