Aber die VfL-Handballer sind trotz Derby-Pleite mit bisheriger Ausbeute zufrieden Mennighüffen bekommt auf die Mütze

Löhne (WB). Die Enttäuschung ist nach der 25:36-Klatsche in Spenge bei Mennighüffens Handballern natürlich groß. Im Topspiel wollte der Oberligist dagegen halten, vielleicht sogar für eine Überraschung sorgen. Dennoch: Trotz Klatsche hat das Team von Zygfryd Jedrzej bisher eine starke Saison gespielt – ist die beste Mannschaft hinter den beiden Top-Teams Spenge und Altenhagen, die die Meisterschaft unter sich ausmachen werden.

Von Florian Weyand
Ist denn schon Weihnachten? Spenges Handballer (von links), Sebastian Kopschek, Sebastian Reinsch und Justus Clausing setzen sich bei der Siegesfeier Nikolausmützen auf. Geschenke hatten die Handballe für Mennighüffen aber nicht dabei.
Ist denn schon Weihnachten? Spenges Handballer (von links), Sebastian Kopschek, Sebastian Reinsch und Justus Clausing setzen sich bei der Siegesfeier Nikolausmützen auf. Geschenke hatten die Handballe für Mennighüffen aber nicht dabei. Foto: Grohmann

Die Köpfe hängen bei Mennighüffens Spielern am Samstagabend tief. Ein Großteil der Mannschaft und Trainer »Siggi« Jedrzej flüchtet nach der Klatsche schnell in die Kabine. Zu enttäuschend verläuft das Derby aus VfL-Sicht, das bereits beim Halbzeit-Stand von 9:17 verloren ist. »Es war ein verdienter Sieg für Spenge. In der ersten Halbzeit war unser Rückzugsverhalten nicht gut. Es klappte in allen Mannschaftsteilen nicht, auch die Torhüter haben nichts an die Finger bekommen«, analysiert Team-Manager Klaus Gerkensmeier die Partie.

An Spenges Abwehr beißen sich Arne Halstenberg (2. von links) und Ulli Neumann (rechts) die Zähne aus. Foto: Weyand

Gegen einen absoluten Titelfavoriten zu verlieren, ist aber kein Beinbruch. Das wissen auch Mennighüffens Verantwortliche. »Spenge ist derzeit richtig gut drauf. Aber der Abstand hätte etwas geringer sein können. Elf Tore Unterschied sind mir dann doch zu viel«, sagt Gerkensmeier.

Weihnachten wird dennoch gefeiert

Bei der traditionellen Weihnachtsfeier am Samstag dürfte trotz der Derby-Klatsche eine tolle Stimmung herrschen. Zu gut ist dafür die bisherige Hinrunde verlaufen. Hinter Altenhagen und Spenge steht der VfL Mennighüffen auf Rang drei. Damit haben im Vorfeld nur wenige gerechnet. »Wir sind sehr zufrieden. Das Jahr ist gut für uns gelaufen. Wir werden eine tolle Weihnachtsfeier haben«, sagt Gerkensmeier, der das Derby schnell abhaken möchte. »Jetzt müssen wir sehen, dass wir die Form – das Spenge-Spiel ausgenommen – ins neue Jahr mitnehmen.«

Während die Mennighüffer am Samstag die Niederlage analysieren, feiern Spenges Handballer mit Weihnachtsmützen auf dem Kopf tanzend den klaren Heimerfolg. Es ist der sechste Sieg in Folge für den Tabellenzweiten, der der einzige ernsthafte Verfolger von Spitzenreiter TSG Altenhagen-Heepen ist. TuS-Coach Heiko Holtmann freut sich natürlich ebenso über den klaren Sieg, verfällt aber schnell in die Rolle des Mahners. »Man wird mich wieder als Spaßbremse bezeichnen, aber wir müssen hoch konzentriert bleiben und dürfen uns keine Ausrutscher mehr leisten«, warnt Spenges Coach vor Nachlässigkeiten im Aufstiegskampf.

Der VfL spielt erst im neuen Jahr wieder

Für Mennighüffen war es das letzte Spiel des Jahres 2017. Die für den 16. Dezember angesetzte Partie gegen Möllbergen hat der Klub vorverlegt und gewonnen. Erst am 13. Januar geht es für den Oberligisten mit dem Auswärtsspiel bei den Sportfreunden Loxten weiter. Dann soll auch Mats Köster wieder dabei sein. Der Rechtsaußen fiel mit einem grippalen Effekt zwei Wochen aus und schaffte es noch nicht einmal als Zuschauer in die Halle. »Mats hat in den zwei Wochen sechs Kilo abgenommen«, berichtet Co-Trainer Georgios Triantafillou.

Die Spenger sind dagegen am Wochenende noch einmal gefordert. Der Tabellenzweite tritt beim Aufsteiger TuS Ferndorf II an. »Ein Sieg ist dort Pflicht, sonst waren unsere Siege gegen Altenhagen-Heepen und Mennighüffen nicht viel wert«, weiß Heiko Holtmann um die Wichtigkeit der Begegnung im Kreis Siegen.