Eishockey: Trainer Jeff Job nach dem Spiel gegen Lauterbach sauer
HEV enttäuscht beim 6:2-Sieg

Herford (WB). Eine enttäuschende Vorstellung hat der Herforder EV trotz eines 6:2 (1:1, 3:1, 2:0)-Heimsieges in der Eishockey-Regionalliga gegen den Tabellenvorletzten Lauterbacher Luchse.

Montag, 04.02.2019, 10:00 Uhr
Ben Skinner (links) führt die Scheibe vor dem Lauterbacher. In der 13. Minute trifft er zum 1:0 für den Herforder EV. Trotz des 6:2-Erfolgs war Trainer Jeff Job mit der Vorstellung des Tabellenzweiten überhaupt nicht zufrieden. Foto: Lars Fege

547 Zuschauer trauten bis weit in das zweite Drittel ihren Augen nicht: Die in den bisherigen drei Begegnungen jeweils zweistellig unterlegenen Gäste glichen zweimal aus und hielten bis zur 37. Minute ein 2:2-Unentschieden. Herfords Trainer Jeff Job, bekanntermaßen ein Freund der klaren Worte, hatte kein Verständnis für den Auftritt seiner Mannschaft: »Wir haben weit unter unserem Niveau gespielt. Das ist einzig und allein ein Einstellungsproblem. Ich kann das nicht verstehen.«

Skinner erzielt das 1:0

Zu überzeugen wusste erneut Zugang Matyas Kovacs, der seine Mannschaft im zweiten Drittel mit einem Hattrick auf die Siegerstraße brachte. In drei Spielen erzielte der Stürmer fünf Tore. Dass die Begegnung sich zäh gestalten würde, deutete sich früh an. Zwar lief das Spiel ausschließlich in Richtung Lauterbacher Tor, die Gastgeber ließen jedoch Frische und spielerische Klasse vermissen. Erst in der 13. Minute brachte Ben Skinner den HEV in Überzahl 1:0 in Führung.

Doch ein erneutes Torfestival sollte es nicht geben – im Gegenteil: Nikolai Varianov nahm nach 15 Minuten von der blauen Linie Maß und der Puck landete im diesmal von Tim Stenger gehüteten Herforder Tor zum 1:1.

Auch nach der ersten Pause folgte ein Herforder Angriff auf den nächsten, doch die Abschlüsse waren zu ungenau oder Torwart Jan-Eric Obernesser hielt grandios. Chancenlos war er beim ersten Treffer von Matyas Kovacs, der in Überzahl einen Schlagschuss von Aaron Reckers ins Tor abfälschte – das 2:1 (27.). Es war der 50. Herforder Treffer gegen Lauterbach in dieser Saison. Doch nur 32 Sekunden später fiel erneut der Ausgleich: Jakub Sdenek fuhr hinter das Herforder Tor, legte sich die Scheibe auf den Schläger und lieferte sie über die Schulter von Stenger zum 2:2 im Netz ab – ein bemerkenswerter Treffer.

Kovacs trifft erneut

Die Ice Dragons benötigten zehn Minuten für die Antwort: Zunächst traf Kovacs in der 37. Minute in Überzahl aus kurzer Distanz, um zwei Minuten später den Puck nach einem Schuss von Alex-ander Seel unhaltbar abzufälschen – »nur« 4:2 stand es am Ende des zweiten Drittels.

Im Schlussabschnitt ging den elf Lauterbachern die Luft aus. Zweimal musste der entkräftete Torwart Obernesser noch hinter sich greifen: Nach 53 Minuten verwandelte Kilian Hutt einen Penalty zum 5:2 und ließ in der Schlussminute in Überzahl das 6:2 folgen. »Wenn wir so weiterspielen, kommen wir in den Playoffs nicht weit«, kritisierte Job seine Mannschaft.

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