Herfords Aytürk Gecim genießt die Zeit im Nationalteam Ablenkung im Abstiegskampf

Herford (WB). Während es für den SC Herford im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Westfalenliga immer enger wird, tankte ein Spieler zuletzt reichlich Selbstvertrauen. Aytürk Gecim ließ den tristen Liga-Alltag hinter sich und genoss eine Woche mit der Futsal-Nationalmannschaft des Deutschen Fußball-Bundes.

Aytürk Gecim (Mitte) spielt nicht nur auf dem Herforder Kunstrasen, sondern auch in der Halle. Mit dem MCH Sennestadt ist der 23-Jährige im Futsal erfolgreich. Sogar bei der Futsal-Nationalmannschaft des DFB ist Gecim aktiv.
Aytürk Gecim (Mitte) spielt nicht nur auf dem Herforder Kunstrasen, sondern auch in der Halle. Mit dem MCH Sennestadt ist der 23-Jährige im Futsal erfolgreich. Sogar bei der Futsal-Nationalmannschaft des DFB ist Gecim aktiv. Foto: Peter Unger

Zum zweiten Mal berief Futsal-Bundestrainer Marcel Loosveld den Herforder in das DFB-Aufgebot. Nach einem Lehrgang im Februar in Barcelona sammelte der 23-Jährige nun bei den Testspielen gegen Dänemark zum ersten Mal in offiziellen Länderspielen Wettkampfpraxis. Gecim hatte sich mit starken Leistungen beim Futsal-Länderpokal erst Anfang des Jahres in das Blickfeld des Bundestrainers gespielt. »Ich bin sehr dankbar, dass ich mich auf dieser Ebene beweisen durfte.«

Beim DFB sogar in der Startfelf

Beim 2:3 im ersten Vergleich mit den Dänen kam Gecim in der zweiten Halbzeit zu Einsätzen, beim 2:5 tags drauf stand der Herforder sogar in der Startelf. »Wir haben uns insgesamt ein bisschen mehr erhofft. Wichtig ist, dass wir aus unseren Fehlern lernen«, sagte Gecim. Neben den zwei Länderspielen in Kopenhagen besuchte er auch einen DFB-Lehrgang in Duisburg.

Beim DFB-Team traf er mit seinem Teamkollegen Memos Sözer vom MCH Sennestadt übrigens auf drei Gesichter, in die er auch am Samstag blicken wird, wenn der MCH gegen den Vizemeister VfL Hohenstein-Ernstthal spielen wird. »Dann gucken wir uns aber böse an«, scherzt Gecim über das Wiedersehen mit den Hohensteinern Pavlos Wiegels, Sandro Jurado Garcia und Christopher Wittig.

MCH nur Teilzeit-Familie

Dass sich sein MCH gegen den VfL trotz des Heimvorteils eher in der Außenseiterrolle wiederfindet, ficht Gecim nicht weiter an. Das richtige Gegenmittel gegen die Hohensteiner Klasse hat er sich schon zurechtgelegt. »Beim MCH leben und lieben wir den Futsal – fast wie eine kleine Familie.« Für Gecim sind die Sennestädter bis auf weiteres aber nur eine Teilzeit-Familie.

Neben seinem Wirbeln beim MCH Sennestadt steht der Student auch für den Fußball-Westfalenligisten SC Herford auf dem Platz. »Über den Fußball geht im Moment noch nichts. Und das soll auch erst mal so weitergehen«, sagt Gecim über seine sportliche Zukunft. Ob die weiter im Herforder Trikot liegt, entscheidet sich in den kommenden Wochen.

Erst einmal steht für ihn und den SCH am Sonntag das Kreisderby beim SV Rödinghausen II an. Dann hat ihn der Abstiegskampf wieder.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.