Sportnacht: Fußballer Nico Perrey für Hacken-Tor ausgezeichnet Moderator Jörg Brökel kann’s mit einer Hand

Herford (WB). Ganz Herford drückt Nico Perrey die Daumen: Der 23-jährige Fußballer steht zur Wahl als Torschütze des Jahres. Am 13. August 2017 gelang dem Verteidiger des Bonner SC gegen Hannover 96 per Hacke das Tor des Monats. Klar, dass Perrey diese Geschichte als Gast bei der Sportnacht im Stadttheater immer wieder erzählen musste.

Von Lars Krückemeyer
Mutig: Moderator Jörg Brökel traut sich eine einarmige Runde auf dem Kunstrad. Die Herforder Spitzenfahrerin Christina Biermann vom RSV Wittekind gibt Hilfestellung, Brökels Co-Moderator Sebastian Dietz kommt auch noch dran.
Mutig: Moderator Jörg Brökel traut sich eine einarmige Runde auf dem Kunstrad. Die Herforder Spitzenfahrerin Christina Biermann vom RSV Wittekind gibt Hilfestellung, Brökels Co-Moderator Sebastian Dietz kommt auch noch dran. Foto: Henrik Wittenborn

Der aus Elverdissen stammende Fußballer erwarb schnell die Sympathien der Zuhörer: »Ich habe keine andere Möglichkeit gesehen, als den Ball mit der Hacke ins Tor zu befördern«, sagte er augenzwinkernd über seinen Kunstschuss. Ob ihm der ganz große Coup, sprich das Tor des Jahres gelungen ist, zeigt sich am Wochenende. Dann wird das Ergebnis der bereits beendeten Abstimmung in der ARD-Sportschau bekannt gegeben.

»Eine kleine Hoffnung habe ich. Aber es sind natürlich auch andere schöne Tore von Nationalspielern wie Emre Can, Lukas Podolski und Leon Goretzka dabei«, sagte Perrey.

Perrey studiert bald Sport in Köln

Zusammen mit jenem Emre Can wurde der Regionalliga-Fußballer übrigens im Jahr 2011 Dritter der U17-Weltmeisterschaft in Mexiko.  Perrey besucht regelmäßig seine Heimat, hat in Herford seinen Freundeskreis und Familie. Ab April steht er vor einer neuen Herausforderung. »Dann fange ich ein Studium an der Sporthochschule in Köln an«, sagte Nico Perrey. Und wer weiß: Vielleicht kann er dort seinen Kommilitonen eine neue Geschichte erzählen – die vom Tor des Jahres.

 Jörg Brökel, seit Jahren »die Stimme« der Ehrung, entlockte den Sportlern wieder viele interessante Details. So zum Beispiel dem Judoka Nahuel Kuhn vom PSV Herford. Dessen seltener Vorname stammt aus Argentinien, der Heimat seiner Mutter. »Meine Eltern haben sich am Bodensee kennengelernt«, verriet der Dritte der Westdeutschen Meisterschaft.

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Aber ich sehe gar nicht so viel von den Ländern, weil ich meine Kameraden aus der Nationalmannschaft bei ihren Kämpfen anfeuere.

Wolf Nettingsmeyer

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Viel erzählen kann naturgemäß Herfords Fecht-Legende Wolf Nettingsmeyer. Der 80-Jährige ist regelmäßig bei Welt- und Europameisterschaften unterwegs. »Aber ich sehe gar nicht so viel von den Ländern, weil ich meine Kameraden aus der Nationalmannschaft bei ihren Kämpfen anfeuere«, sagte der EM-Zweite im Säbelfechten.

Moderator Brökel musste freilich auch »einstecken«. Christina Biermann, seit Jahren Herfords Kunstrad-Ass, schob ihn einige Runden auf ihrem Sportgerät über die Bühne. Und prompt schwang sich Brökel »einarmig um die Kurve«. Für Lacher sorgte auch ein Video mit den Tennis-Seniorinnen des TC Herford, die ihm eine kostenlose Lehrstunde in Sachen »Aufschlag von oben« erteilten.

Stadtsport-Chef spricht über Werre-Absenkung

Stadtsportverbands-Vorsitzender Jürgen Berger nutzte die Gelegenheit bei der 52. Herforder Sportlerehrung auch, um das Wirken und die Standpunkte des SSV zu verdeutlichen: »Es wird derzeit viel in der Infrastruktur bewegt. Der Sport wird jetzt vor allem zusammenstehen, wenn es um die Absenkung der Werre geht. Das ist für den Kanuklub existenziell!« Berger kündigte zudem an, einen Sportstättenbedarfs- und Entwicklungsplan für alle Sportarten zu erstellen. Diese gibt es bisher nur für den Fußball.

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