Handball: Bezirk Nord tagt in Herford zum letzten Mal Ein Abschiedohne Wehmut

den Leichenschmaus«, rief Vorsitzender Friedhelm Krietemeyer den Delegierten augenzwinkernd zu und beendete nach 52 Minuten den letzten Bezirkstag des Handball-Bezirks Nord. Es ist ein Abschied ohne Wehmut.

Von Lars Krückemeyer
Kein Blick zurück im Zorn: Vorsitzender Friedhelm Krietemeyer und die sechs Kreise des Handball-Bezirks Nord haben ihre Hausaufgaben vor der bevorstehenden Auflösung erledigt.
Kein Blick zurück im Zorn: Vorsitzender Friedhelm Krietemeyer und die sechs Kreise des Handball-Bezirks Nord haben ihre Hausaufgaben vor der bevorstehenden Auflösung erledigt. Foto: Lars Krückemeyer

Nach 15 Jahren werden die beiden Bezirke des Handball-Verbands Westfalen aufgelöst und der Spielbetrieb der Erwachsenen unterhalb der Landesliga von den Kreisen organisiert. Angeschoben wurde diese Einsparung einer Verwaltungsebene vom Handball-Bezirk Nord, bestehend aus den Kreisen Bielefeld-Herford, Minden-Lübbecke, Gütersloh, Lippe, Euregio Münsterland und Münster.

Beschlossen werden muss das noch vom Verbandstag am 4. Juni. Zweifel an den Auflösungen der Bezirke Nord und Süd gibt es nicht.

Seit Ende 2013 wurde über die Abschaffung der Bezirke Nord und Süd im Handball-Verband Westfalen nachgedacht, weil es immer weniger Mannschaften gab, um den Spielbetrieb in der bisherigen Form aufrecht zu erhalten.

37 der 51 stimmberechtigten Delegierten waren zur »historischen Tagung« (Krietemeyer) im Herringhauser Jägerkrug erschienen. Sie wählten den Vorstand mit Krietemeyer (Vorsitzender und Männerspielwart), Rita Klöpper (Frauenspielwartin), Eduard Janning (Rechtswart) und Jochen Simon (Lehrwart) vorsorglich wieder.

Sie werden die Ämter bis zum 4. Juni ausüben. Zudem beschlossen die sechs Kreise des Bezirks Nord am Samstag einstimmig, dass Spielgemeinschaften statt wie bisher bis zum 1. April nun bis zum 1. Juni an- beziehungsweise abgemeldet werden können. Diese Regelung gilt nur für den Spielbetrieb auf Kreisebene und nicht für den Nachwuchsbereich.

Friedhelm Krietemeyer lobte in seinem Rückblick der vergangenen drei Jahre die gelungene Einführung des elektronischen Spielberichts ab der Landesliga aufwärts: »Alle Vereine haben gut mitgearbeitet.« Der Deutsche Handballbund plane, den elektronischen Spielbericht ab 2018 in allen Klassen einzuführen.

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