ProA: Uni Baskets Paderborn reisen als klarer Außenseiter zu den weiter aufgerüsteten Rostock Seawolves
Nur zusammen eine Chance: Esterkamp will ein Team sehen

Paderborn -

Die Enttäuschung ob des 83:89-Dämpfers in Nürnberg, der die Play-off-Aussichten der Uni Baskets Paderborn hat schrumpfen lassen, ist noch nicht restlos gewichen. An Kampfgeist mangelt es dafür nicht. „So lange rechnerisch was möglich ist, werden wir auch alles dafür tun“, beteuert Geschäftsführer Dominik Meyer vor dem Sonntag-Gastspiel bei den Rostock Seawolves (16 Uhr). „Das wird keine Kaffeefahrt. Wir werden alles dafür tun, um für eine Überraschung zu sorgen.“

Samstag, 27.02.2021, 01:32 Uhr aktualisiert: 27.02.2021, 02:00 Uhr
Formkrise: Grant Benzinger (rechts) durchwandert gerade eine Talsohle. „Er muss sich da rausziehen. Der Verein steht voll hinter ihm“, erklärt Geschäftsführer Dominik Meyer. Foto: Elmar Neumann

Für weitere Verkrampfung besteht auch kein Anlass. Die Uni Baskets können an der Ostsee als erklärter Außenseiter gänzlich losgelöst aufspielen. Vielleicht wirkt sich das ja inspirierend aus. „Das tut uns mal ganz gut, weniger Druck zu haben“, glaubt Meyer. Headcoach Steven Esterkamp ergänzt: „Rostock ist ohne Frage ein Topteam, doch wir müssen einen Weg finden. Wenn wir zusammen und mit hoher Intensität spielen, haben wir auch da eine Chance.“

Angesichts der Probleme unter dem Brett – Barret Benson wurde von Jens Großmann, eigentlich ein Small Forward, sowie Youngster Vincent Neugebauer entlastet – wäre ein Comeback Tom Altes an früherer Wirkungsstätte natürlich ein Traum. In Nürnberg hatte sich der Center schon mit aufgewärmt. „Nein, auf keinen Fall. Es wäre zu früh für ihn“, winkt Steven Esterkamp ab. Der war mit der defensiven Vorstellung in Nürnberg gar nicht mal unzufrieden. „Die war stark. 75 Punkte sind für uns sehr gut“, urteilt er und registriert ein Manko eher im Angriff. „In der Offense haben wir nicht zusammengespielt. Das war keine Teamleistung.“ Der Paderborner Coach hofft, dass der Ball in Rostock schneller bewegt wird und unverzichtbare Stammkräfte wie Grant Benzinger, die hinter den Erwartungen zurückblieben, wieder ihren Rhythmus finden. „Grant durchlebt die erste Talsohle seiner Karriere. Er muss sich da jetzt rausziehen. Der Verein steht hinter ihm“, sagt Dominik Meyer.

Rostocks Coach Dirk Bauermann warnt vor dem Paderborner Tempospiel. „Sie sind besser als ihre Ergebnisse und wollen möglichst in den ersten sechs Sekunden abschließen.“ Der Gegner ist kurz vor dem Ende der Transferperiode nochmal aktiv geworden. Für Langzeit-Ausfall Behnam Yakhchali haben die Wölfe den US-Amerikaner Trevor Lacey verpflichtet. Der kräftige Guard ist die vierte Nachverpflichtung in der laufenden Saison. Der 29-jährige Lacey war zuletzt in der G-League für die Wisconsin Herd aktiv, dem Farmteam der Milwaukee Bucks. Von 2015 bis 2019 sammelte er in der ersten italienischen Liga (Pesaro, Sassari) und beim russischen Topklub Lokomotive Kuban Europa-Erfahrung.

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