Demetrius Ward ist für die Uni Baskets wichtiger denn je
Viel Lob für den Leader

Paderborn -

Die Wette zwischen den beiden ehemaligen Teamkollegen läuft noch immer: Erreicht Demetrius Ward das Wunschgewicht, an das ihn seine Trikotnummer 95 Spiel für Spiel erinnert, gibt es von Thomas Reuter 50 Euro. Diese Abmachung haben die beiden, als sie in der vergangenen Saison gemeinsam für die Uni Baskets am Ball waren, getroffen.

Dienstag, 09.02.2021, 02:14 Uhr aktualisiert: 09.02.2021, 02:20 Uhr
Leverkusens Ex-Paderborner Luca Kahl schaut zu: Demetrius Ward schwebt zu zwei weiteren Punkten. Foto: Elmar Neumann

Mittlerweile spielt Reuter für Münster und nur noch Ward für Paderborn, aber der Deal befindet sich nach dem coronabedingten Abbruch der Vorsaison fairerweise in die Verlängerung und den halben Hunderter möchte sich Ward nur ungern entgehen lassen. „Es dauert nicht mehr lange. Ich komme der 95 immer näher und dann werde ich mich sofort bei Thomas melden“, sagte Ward nach dem 101:93-Overtime-Erfolg über die Bayer Giants Leverkusen, bei dem er abermals mit seiner zunehmenden Leichtigkeit glänzte.

In der ersten Saison für die Uni Baskets (2018/2019) mit der 5 auf der breiten Brust unterwegs, bremsten den bulligen Guard noch bis zu 116 Kilogramm. Im Sommer 2019 reifte die Idee mit der 95 und nun ist das Ziel in Sichtweite. Wann Ward die gewichtige Wette, die von Reuter als Extramotivation gedacht war, gewinnt, ist für den Mann aus Detroit allerdings nur noch von untergeordneter Bedeutung, denn die übergeordnete Absicht der Abmachung ist auch mit 95 Kilogramm plus ein bisschen X übererfüllt. Das belegen weitere Werte – beispielsweise der Körperfettanteil: „Vor dieser Saison war ich bei 18 Prozent, aber weil ich weiter hart trainiere, bin ich jetzt bei 12 Prozent angekommen – so gering war der Wert noch nie in meiner Karriere.“

Da wundert es nicht, dass sich die physischen Vorteile auch in einem weiteren Fortschritt auf dem Feld widerspiegeln. Mit 14,1 Punkten im Schnitt ist „Dimi“ – in Abwesenheit des verletzten Tom Alte – Topscorer seines Teams. Zudem verteilt er mit 5,2 Vorlagen nach Drew Cushingberry (6,3) die zweitmeisten Assists. Mehr Gefühl als Zahlenspiel ist der Eindruck, den Headcoach Steven Esterkamp vom Teamältesten hat: „Dimi ist für uns ein echter Leader geworden. Er war schon in der vergangenen Saison stark, hat sich aber noch einmal super weiterentwickelt. Als er gegen Leverkusen in der Crunchtime den Ball hatte, war ich die Ruhe selbst, weil ich wusste, dass er das Richtige tun würde.“ Mit 18 Punkten, vier Rebounds und acht Assists war Ward am Sieg gegen die Bayer Giants beteiligt. Er fühlt sich besser denn je, sieht aber noch einen weiteren Grund, warum es so gut läuft: „In unserer sehr jungen Mannschaft ist meine Erfahrung von großer Bedeutung. Ich bin jetzt neun Jahre in Deutschland, spiele die dritte Saison unter Coach Steve, mit dem ich schon in Wolfenbüttel zusammengearbeitet habe, und die dritte Saison in der ProA. Ich weiß mittlerweile ziemlich genau, was ich zu tun habe und versuche mit gutem Beispiel voranzugehen.“ Das ist leicht gesagt, aber mit fast nur noch 95 Kilogramm auch leicht getan.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7808920?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2352966%2F4988682%2F
Paderborns Trainer Baumgart geht zum 1. FC Köln
Paderborns Trainer Steffen Baumgart am Spielfeldrand.
Nachrichten-Ticker