Die Uni Baskets erwarten die formstarken Bayer Giants Leverkusen
Viel Respekt vor dem Rekordmeister

Paderborn -

Der letzte nationale Titelgewinn des Rekordmeisters liegt schon ein Vierteljahrhundert zurück. 1996 durften sich die Leverkusener Basketballer zum 14. Mal als Deutschlands stärkstes Team auszeichnen lassen. Von auch nur ansatzweise vergleichbaren Erfolgen sind die Bayer Giants seit geraumer Zeit weit entfernt. Trotzdem blickt Steven Esterkamp, der Headcoach der Uni Baskets, dem Rückspiel gegen die „Riesen vom Rhein“ mit einer großen Portion Respekt entgegen.

Samstag, 06.02.2021, 02:51 Uhr aktualisiert: 06.02.2021, 03:01 Uhr
In der Vorsaison feierte Demetrius Ward mit den Uni Baskets einen 94:83-Heimsieg gegen die Bayer Giants. Hier behauptet er sich gegen den Ex-Paderborner Luca Kahl (hinten) und Eddy Edigin. Foto: Elmar Neumann

Dabei geht es ihm weniger um die langsam verstaubenden Trophäen von damals als vielmehr um die aktuelle Form, die die Gäste am Samstag (19.30 Uhr, sportdeutschland.tv) mit ins Sportzentrum Maspernplatz zu bringen drohen. Die Mannschaft von Trainer Hansi Gnad kommt mit der Empfehlung, am vergangenen Spieltag die – wenn auch ersatzgeschwächten – Rostock Seawolves, den Aufstiegsanwärter Nummer eins, mit 95:82 besiegt zu haben. „Ob starke Center, gute Schützen oder die nötige Erfahrung – die Giants haben alles, was ein Team braucht, um ein richtig schwieriger Gegner zu sein. Vor allem in den vergangenen drei, vier Wochen haben sie mir wirklich sehr gut gefallen“, sagt Esterkamp.

Zuhause, in der Ostermann-Arena, sind die Leverkusener, die das Hinspiel gegen Paderborn mit 81:74 für sich entschieden, nicht erst seit einigen Wochen kaum zu bezwingen (8/1). Aber auch in der Fremde ist der Tabellensechste keinesfalls so schwach, wie es die bisher bescheidene Ausbeute (1/6) vermuten lassen könnte. Und doch hofft Esterkamp, dass die Seinen aus dieser deutlich weniger beeindruckenden Bilanz des Gegners und der eigenen Heimstärke (5/3) eine siegbringende Mixtur erstellen.

Die Uni Baskets (7/9) sind nach der Niederlage in Karlsruhe nur noch Elfter und wollen den Kontakt zu den Play-off-Plätzen in keinem Fall abreißen lassen: „Jedes Spiel ist wichtig, aber dieses ist vielleicht noch ein bisschen wichtiger. Unser Ziel ist es, bis zum Schluss die Chance auf einen der ersten acht Plätze zu haben. Dafür müssen wir wieder öfter gewinnen als in den letzten Spielen und damit fangen wir am besten gegen Leverkusen an.“ Lediglich in zwei der vergangenen sieben ProA-Partien hieß der Sieger Paderborn. Aber nicht nur die Zahlen sind es, die Esterkamp missfallen: „Ich bin nicht zufrieden damit, wie wir in den vergangenen Wochen aufgetreten sind. Auch in Karlsruhe haben wir in der Endphase nicht mehr als Team gespielt, sondern es nur im Eins-gegen-eins versucht. Wir haben aber keinen Spieler, der so gut ist, dass er uns auf diese Weise zum Erfolg führen kann.“

Das gilt auch für Tom Alte und Badu Buck und doch wird das noch weitere Wochen verletzt fehlende Duo schmerzlich vermisst, wenn am offiziell 20. Spieltag der Heimsieg über den Rekordmeister her soll. I n der Vorsaison hieß es in der Maspernhölle 94:83 für die Baskets. Damals und diesmal mit dabei: Der Ex-Paderborner Luca Kahl (23), der gegen Rostock nach zweimonatiger Zwangspause (Muskelbündelriss im Oberschenkel) rechtzeitig sein Comeback im Giants-Trikot feierte.

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