Der Headcoach der Uni Baskets Paderborn hat drei potenzielle Neuzugänge im Blick
Esterkamp sucht den Alte-Ersatz

Paderborn -

Wer auf ein neuerliches Sensationsdebüt wie das von John Bryant in Quakenbrück gehofft hatte, dessen Wunsch wurde vor dem Paderborner Auftritt in Kirchheim nicht erfüllt. Die Uni Baskets hatten noch keinen Nachfolger für den länger verletzt fehlenden Tom Alte an Bord.

Sonntag, 24.01.2021, 19:52 Uhr aktualisiert: 24.01.2021, 20:00 Uhr
Auszeit in Kirchheim: Trainer Steven Esterkamp hatte bei der 62:92-Niederlage gegen die Knights nur neun Spieler zur Verfügung. Der 40-Jährige hofft darauf, kurzfristig einen neuen Center verpflichten zu können. Foto: Tanja Spindler

Aber die Suche nach Ersatz läuft und das Debakel gegen die Knights hat klar gezeigt: Der Neue sollte eher heute als morgen kommen, zumal in Zeiten der Corona-Pandemie von der Verpflichtung bis zur Einsatzerlaubnis viele Tage vergehen können.

„Ich habe zwei, drei Kandidaten gefunden, die uns helfen könnten“, sagt Headcoach Steven Esterkamp. Eine so unverschämt günstige Luxuslösung, wie sie den Uni Baskets mit Trainer-Buddy Bryant vergönnt war, wird aber nicht erneut in Paderborn an die Hallentür klopfen und daher sagt der Trainer ebenfalls: „Die Qualität des Spielers ist nicht alles. Er muss auch akzeptieren, dass wir ihm nicht extrem viel Geld bieten können.“ Ob das noch bis zum nächsten Spiel gegen Tübingen etwas wird? Geschäftsführer Dominik Meyer hat seine Zweifel: „Das wird extrem knapp.“

Vor Beginn der Pandemie wären die Zweifel ein Stück geringer gewesen. In diesen Tagen muss es nicht nur sportlich und finanziell passen. Auch der letzte Aufenthaltsort des potenziellen Neuzugangs spielt eine große Rolle. Mal eben einen neuen Big Man über den Teich fliegen und sofort spielen lassen – so funktioniert das nicht. Esterkamps Anwärter sind US-Amerikaner, suchen aber „zum Teil“ von europäischem Boden aus nach neuen Arbeitsplätzen. „Ich wünschte, es wäre einer dabei, der schon in Deutschland ist, aber so ist es leider nicht“, sagt der 40-Jährige. Deshalb lautet sein zurückhaltender Zeitplan: „Wenn es gut läuft, kommt der neue Center zu Beginn dieser Woche und spielt dann in zwei Wochen zum ersten Mal für uns.“

Wie reibungslos klappte das doch im Fall John Bryant, der nun zum ersten Mal an seiner neuen und alten Wirkungsstätte zu überzeugen wusste. Bei der 82:97-Heimniederlage gegen Oldenburg war der 33-Jährige der mit Abstand beste Gießener. Der Deutsch-Amerikaner erzielte 19 Punkte, sammelte zudem acht Rebounds und Esterkamp gibt zu: „Ja, wir vermissen John.“

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