Gegner der Uni Baskets hoffen wohl auf kurzfristigen Bryant-Abschied
Die Angst vor „Big John“

Paderborn -

„Ich habe fast das Gefühl, dass niemand gegen uns spielen will, so lange wir John Bryant im Team haben.“ Auch am Donnerstag, dem Tag seines 35. Geburtstags, hoffte Dominik Meyer vergeblich darauf, einen weiteren Termin für die drei ausstehenden Nachholbegegnungen ausmachen zu können.

Freitag, 08.01.2021, 01:41 Uhr aktualisiert: 08.01.2021, 02:01 Uhr
Paderborns Center John Bryant (rechts) im ungleichen Duell mit Kirchheims Nico Brauner. Foto: Elmar Neumann

Während die Partie in Nürnberg bekanntlich am 24. Februar ausgetragen werden soll, hat sich der Geschäftsführer der Uni Baskets mit seinem Heidelberger (Matthias Lautenschläger) und Bremerhavener (Nils Ruttmann) Pendant noch nicht auf ein neues Datum verständigt. Die beiden Heimspiele sollen im Januar im Sportzentrum Maspernplatz über die Bühne gehen, aber bislang ist das nicht mehr als ein Wunsch. Meyer hätte sehr gerne am Mittwoch oder selbst an seinem Geburtstag gegen Heidelberg gespielt, aber die MLP Academics wollten nicht und treffen in Paderborn – nach anfänglicher Verärgerung – nun auf Verständnis. „Ich kann es verstehen. Einerseits wollen wir die Begegnungen so schnell wie möglich, idealerweise innerhalb von zwei Wochen, nachholen. Andererseits müssen wir aber die Gesundheit der Spieler im Blick haben. Es muss ja ein halbwegs fairer sportlicher Wettkampf gewährleistet sein“, sagte Meyer.

Die planmäßige Fortsetzung der ProA-Saison sieht für die Uni Baskets am kommenden Sonntag (16.30 Uhr) den Auswärtsauftritt beim Ligaletzten Team Ehingen Urspring (1/9) vor. Die Gastgeber haben – sofern es nicht noch kurzfristig ein positives Testergebnis geben sollte – wohl keine Wahl: Sie müssen sich mit John Bryant messen. Zwar sind mittlerweile erste Anfragen für den Mann, der 2012 und 2013 zum wertvollsten Spieler der 1. Basketball-Bundesliga gewählt worden ist, eingegangen, aber so wirklich konkret ist das bislang nicht. Am Donnerstag ging Meyer jedenfalls ganz fest davon aus, dass der 33-Jährige auch am Sonntag in Ehingen das Paderborner Trikot trägt. „Es gibt scheinbar Interesse, eher aus dem Ausland als aus der BBL, doch so lange mich niemand darauf anspricht, kann es sich allenfalls um loses Nachfragen bei seinem Agenten handeln“, sagte Meyer.

Es spricht also viel dafür, dass der Tabellensiebte (5/5) sein elftes Spiel mit einer ihresgleichen suchenden Centerriege bestreitet. Neben Bryant und Kapitän Ivan Buntic ist schließlich zum ersten Mal seit Ende Oktober auch Tom Alte wieder mit an Bord. Der ehemalige Rostocker, für den an den ersten beiden Spieltagen 15,5 Punkte und 7,5 Rebounds notiert wurden, hat seinen Mittelhandbruch auskuriert und beschert seinem Headcoach Steven Esterkamp ein Brettspielertrio, das bei Dominik Meyer für viel Vorfreude sorgt: „Ich habe nie davon zu träumen gewagt, dass wir in Paderborn mal von einer solchen Besetzung sprechen dürfen. Diese Aussicht sorgt bei mir echt für ein Gefühlschaos.“ Beim Gegner ist die Gemütslage sicher eine etwas andere, zumal Ehingen in der eigenen Halle seit Oktober 2019 und nun 13 Partien sieglos ist. Zuletzt setzte es am Mittwoch im Derby gegen Tübingen eine 63:108-Abfuhr und jetzt kommen auch noch die Baskets samt John Bryant.

 

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