Uni Baskets Paderborn seit zweieinhalb Wochen ohne Einsatz – Ersatz für Sams soll kommen
Gegner und Spieler gesucht

Paderborn -

Die Zwangspause wird länger und länger. Seit Mitte November haben die Uni Baskets Paderborn in der ProA kein Spiel mehr absolviert. Auf die Heimniederlage gegen die Rostock Seawolves (96:107) am 14. November folgte ein planmäßig spielfreies Wochenende, ehe es auch für den bis dahin von coronabedingten Unregelmäßigkeiten verschonten Zweitligisten Absagen hagelte.

Donnerstag, 03.12.2020, 02:45 Uhr aktualisiert: 03.12.2020, 02:50 Uhr
Garrett Sams hat die Uni Baskets wegen zu großen Heimwehs verlassen. Ein Nachfolger wird gesucht. Foto: Elmar Neumann

Die Spiele gegen Hagen und Bremerhaven wurden bereits abgesagt, der für den kommenden Mittwoch in Nürnberg angesetzte Auftritt dürfte folgen. „Die finale Entscheidung steht noch aus, aber es ist klar, dass Nürnberg nicht spielen möchte“, sagt Dominik Meyer.

Der ist im Hauptberuf als Geschäftsführer der Uni Baskets tätig, mutet sich derzeit aber noch einen unbezahlten Nebenjob als „Spielleiter“ zu. Meyer sucht Gegner, findet allerdings bisher keine, auch wenn er bereits nah dran war. Die Idee, an diesem Mittwoch gegen Heidelberg anzutreten, war schon weit gediehen. Dass es trotzdem nichts wurde, lag daran, dass sich Heidelbergs Albert Kuppe am Samstag im Spiel gegen Kirchheim verletzt hat und ohne ihren Kapitän wollten die MLP Academics nicht in Paderborn vorstellig werden. Für das kommende Wochenende, an dem die Uni Baskets es eigentlich mit Bremerhaven zu tun bekommen hätten, findet sich ebenfalls kein Ersatzgegner, denn die einzige Mannschaft, die neben Paderborn und Bremerhaven frei hat, heißt? Genau: Nürnberg Falcons BC. Übrig ist die Hoffnung, dass das Team von Headcoach Steven Esterkamp zumindest für den Fall der anstehenden Absage des Nürnberg-Spiels nicht untätig bleiben muss. „Ich möchte das Derby gegen Hagen möglichst schnell nachholen“, sagt Meyer und setzt auf die nächste Woche.

Neben der Suche nach einem Gegner läuft auch die Fahndung nach einem neuen Spieler. Garrett Sams hat den Ligazehnten bekanntlich aus persönlichen Gründen (Heimweh) verlassen, ein frischer Forward ist willkommen. „Wir haben keine Eile, aber ich gucke jeden Tag, ob ich einen Spieler finde, der zu uns passt. Und wenn ich jemanden gefunden habe, werde ich mit Dominik besprechen, ob wir uns den Spieler auch leisten können“, sagt Esterkamp. Meyer selbst zeigt sich durchaus optimistisch: „Steven hat den Auftrag, den Markt zu sondieren und macht das. Natürlich müssen wir sehen, was unsere Kasse hergibt, aber das Beispiel John Bryant ist ein Beweis dafür, dass sich in Corona-Zeiten plötzlich Möglichkeiten auftun können, die für uns sonst nicht ansatzweise ein Thema gewesen wären.“

Apropos John Bryant: Der zweimalige BBL-MVP fühlt sich in Paderborn weiterhin sehr wohl, aber sein Gastgeber, Kumpel und Coach – Steven Esterkamp – freute sich für seinen Freund, sollte dieser alsbald wieder in Liga eins ein Zuhause finden. „John ist ein BBL-Spieler. Da gehört er hin und ich glaube, wenn er noch zwei, drei Spiele für uns gemacht hat, wird er ein Angebot bekommen“, sagt Esterkamp. Und so haben die zahlreichen Absagen auch einen Vorteil: Es spricht immer mehr dafür, dass Tom Alte (Mittelhandbruch) wieder fit ist, wenn sich John Bryants Abschiedsgedanken konkretisieren und sollte es so kommen, „dann haben wir Toms verletzungsbedingtes Fehlen doch sehr smart überbrückt“, sagt Esterkamp.

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