Uni Baskets verlieren bei den Tigers Tübingen mit 101:103
Wieder in letzter Sekunde

Paderborn (WB/en). Nach dem 78:79 in Schwenningen zu Saisonbeginn haben sich die Uni Baskets Paderborn auch in ihrem zweiten Auswärtsspiel auf dramatische Weise geschlagen geben müssen. Trotz einer zwischenzeitlichen Elf-Punkte-Führung im finalen Viertel hieß es ob eines Buzzer Beaters von Troy Simons am Ende 103:101 (48:51) für die Tigers Tübingen, die so in ihrem ersten Spiel direkt den ersten Erfolg feiern durften.

Sonntag, 01.11.2020, 21:16 Uhr aktualisiert: 01.11.2020, 21:18 Uhr
Grant Benzinger erzielt in Tübingen in der ersten Hälfte 20 Paderborner Punkte, trotzdem verlieren die Uni Baskets. Foto: Pressefoto Ulmer

„Puh, das muss man erst mal verdauen, das muss ich erst mal sacken lassen, bevor ich mich näher dazu äußern kann“, sagte Geschäftsführer und Augenzeuge Dominik Meyer im Anschluss an den zweiten Krimi ohne Happy-end.

Nachdem Steven Esterkamp sowohl bei der besagten Niederlage in Schwenningen als auch beim ersten Sieg gegen Karlsruhe auf die identische Starting Five gesetzt hatte, nahm der Headcoach zu Beginn der dritten Paderborner Partie eine Veränderung vor – erzwungenermaßen, denn er muss die kommenden acht Wochen ohne Center Tom Alte auskommen. Der Neuzugang aus Rostock klagte nach dem Karlsruhe-Spiel über Schmerzen in der Hand, ging zum Arzt und kehrte mit der Diagnose „Mittelhandbruch“ zurück. Seinen Platz an der Seite von Daniel Mixich, Grant Benzinger, Drew Cushingberry und Garrett Sams übernahm Ivan Buntic.

Alte fällt mit Mittelhandbruch aus

Der Kapitän war gegen Karlsruhe als Topscorer seines Teams vorangegangen und durfte in Tübingen aus nächster Nähe mitansehen, wie Grant Benzinger ihm diese Auszeichnung von Sekunde eins an streitig machen wollte. Gleich zehn der ersten zwölf Paderborner Punkte wurden auf das Konto des US-Boys verbucht. Benzinger trat am Sonntagabend eine Halbzeit lang wieder wie der überragende Guard auf, den er bis zu seiner einjährigen Zwangspause (Kreuzbandriss) abgegeben hatte. Nach zehn Benzinger-Punkten, zwei Zählern von Buntic und drei Freiwürfen des nachverpflichteten Debütanten Badu Buck führten die Gäste mit 15:9 (6.), nur um dieses Polster in kürzester Zeit wieder aus der Hand zu geben. Die Baskets gönnten den Tigers einen 13:0-Run zum 22:15 (9.). Tübingen führte auch beim 42:41 (16.) noch, doch Benzinger (4), Buck (2) und Robert Drijencic (4) bescherten den Paderbornern in diesem kurzweiligen Duell noch vor dem Seitenwechsel einen 51:44-Vorsprung, von dem wiederum die Tiger Roland Nyama (13 Punkte vor der Pause) und Joshua Sharkey (11) ein Stück abknabberten. Benzinger lag nach den ersten 20 Minuten bei starken 20 Punkten, sollte aber bei dieser Ausbeute bleiben.

Cushingberry mit 23 Punkten

Nach Wiederbeginn hatten die Gastgeber den Playmaker nämlich gut im Griff. Doch der konnte sich zunächst auf seine Teamkollegen verlassen. Gegen die Zone der Tübinger stellten die auch ihre Fähigkeiten von jenseits der Dreierlinie unter Beweis. Sams, Drijencic (2) und Buck (2) erzielten die Punkte vom 60:59 bis zum 75:69 (29.) für die Uni Baskets ausschließlich aus der Maximaldistanz. Nach zwei Buntic-Zählern zum 87:76 sah es sechs Minuten vor Schluss äußerst vielversprechend aus, doch dabei blieb es nicht – so sehr sich vor allem auch Drew Cushingberry (23 Punkte) bemühte. Nachdem Demetrius Ward 2,1 Sekunden vor dem Ende nur einen von zwei Freiwürfen verwandelt hatte, verhinderte Troy Simons die sich anbahnende Verlängerung und machte aus dem 101:101 per Sprungwurf das 103:101 für die Tigers Tübingen.

Sonderlob für Debütant Buck

„Wir haben 38 Minuten lang einen guten Job gemacht – und das ohne Tom. Aber in den letzten zwei Minuten haben wir wieder gesehen, dass meine zum großen Teil junge Mannschaft noch viel lernen muss. Ich hoffe, das macht sie schnell“, sagte Esterkamp, der aber ein großes Lob loswerden wollte. Das ging an den Ex-Würzburger Badu Buck: „Badu hat in seinem ersten Spiel nach fast eineinhalbjähriger Verletzungspause eine großartige Leistung gezeigt.“

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