Uni Baskets wachsen als Team zusammen
Schritt für Schritt

Paderborn (WB/jm). In der Summe zu viele Nachlässigkeiten, Stabilität noch Fehlanzeige: Die bisherigen Bewährungsproben der Uni Baskets Paderborn waren nicht unbedingt dazu angetan, übermäßige Zuversicht für die nahende Meisterschaft in der 2. Basketball-Bundesliga Pro A zu schüren.

Freitag, 02.10.2020, 21:00 Uhr aktualisiert: 02.10.2020, 21:30 Uhr
Daniel Mixich sieht die Uni Baskets zwei Wochen vor dem Meisterschaftsauftakt in der ProA auf einem guten Weg. Foto: Elmar Neumann

Immerhin wirken alle Beteiligten ruhig; wissend, dass es sich eben nur Vorbereitungsspiele handelt. Am Samstag (17 Uhr) gibt es die nächste Möglichkeit für Steven Esterkamps Truppe, Eindrücke zu korrigieren. Doch der Gegner hat es in sich: Die Basketball Löwen Braunschweig kommen.

„Wir entwickeln uns von Tag zu Tag besser“, spricht Point Guard Daniel Mixich (23) von kleinen Schritten in die richtige Richtung. „Der Blick auf die nackten Ergebnisse verleitet natürlich leicht zu einem Urteil, dass es bei uns nicht gut läuft. Aber wir wachsen als Team zusammen. Jeder lernt seine Rolle immer besser kennen.“ Headcoach Steven Esterkamp ist sicher, dass die zuletzt gezeigten Fortschritte weiter kristallisieren. Er erwartet an diesem Wochenende einen „großen Schritt.“

Nun hat Braunschweig das Format, die aktuell größte Baustelle der Uni Baskets aufzudecken. James Robinson, Kostja Mushidi und Co. bringen immerhin BBL-Luft in die Maspernhalle. „Das ist eine starke, athletische Mannschaft, die uns alles abfordern wird. Ein sehr guter Test für unsere Spieler“, freut sich Esterkamp. Mixich benennt besagte Baustelle: „Defensiv haben wir deutliche Lücken. Da müssen wir einfach konstanter stehen und eine Schippe drauflegen.“ Dafür laufe der Ball im Angriff schon ganz flott, wobei sich Esterkamp da noch „mehr Kontrolle“ wünscht – „nicht nur zehn Minuten.“

Konstanter in der Deckung

Braunschweigs Löwenrudel wird die BBL wohl mit nur vier Amerikanern im Kader bestreiten; in der Regel bieten die Klubs derer sechs auf. Eine strategische Maßnahme, wie Sportdirektor Oliver Braun erläutert: „Wir haben diese Entscheidung bewusst getroffen, weil wir unseren deutschen Spielern mehr Verantwortung geben wollen. Wir sind auf den deutschen Positionen im Ligavergleich sehr gut besetzt.“

Ob ein Quervergleich Aussagekraft hat über das, was da auf die Baskets zurollt? Gegen Phönix Hagen gewannen die Braunschweiger am Mittwoch mit 94:75, derweil die Uni Baskets in Hagen mit 83:108 klar den Kürzeren zogen.

Zuschauer dürfen am Samstag nicht in die Maspernhalle. Die Paderborner Fans können die Partie aber per Livestream im Pollux by Cineplex verfolgen.

„40 Minuten kämpfen“

Mit diesem Match in den Beinen gastieren die Uni Baskets 24 Stunden später am Sonntag, 4. Oktober (17 Uhr), in der Bochumer Rundsporthalle am Stadion bei den zuletzt von Verletzungsproblemen geplagten VfL Sparkassen Stars Bochum (Pro B). Schulung für die Willensstärke. „Wir sind in etwa da, wo ich uns zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung erwartet habe“, sagt Steven Esterkamp. Seine Erwartungshaltung: „Ich möchte, dass die Spieler 40 Minuten kämpfen.“

Weitere Testspiele der Uni Baskets steigen am Mittwoch, 7. Oktober, auswärts bei den Iserlohn Kangaroos (Pro B) sowie am Freitag, 9. Oktober, in Belgien bei Phönix Brüssel. „Wir werden für unseren Prozess jedes einzelne Spiel benötigen“, erklärt Daniel Mixich. Team-Ziel sei, an die Eindrücke der Vorsaison anzuschließen. „Wir haben gute Spieler, wollen wieder einen schnellen Basketball spielen und unsere Fans begeistern. Es wäre wunderschön, wenn es uns gelänge, um die Play-offs mitzufighten.“ Befremdlich dürfte es indes werden, in coronabedingt halbvollen Hallen zu spielen. „Das wird einfach anders. Schade. Da fehlt dann was“, vermisst Mixich den besonderen Fan-Spirit jetzt schon ein bisschen. „Wir werden sehen, wie die Stimmung ist. Aber daran müssen wir uns gewöhnen.“

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