Uni Baskets gewinnen in Rostock nach Verlängerung mit 101:95
Ein starkes Comeback

Paderborn (WB/en). Die Uni Baskets haben im kurzweiligen Kampf um einen Play-off-Platz ein ausgesprochen wertvolles Erfolgserlebnis gefeiert. In einem Spiel, in dem sehr lange sehr wenig für die Gäste aus Paderborn sprach, setzten sich diese bei den Rostock Seawolves nach fünfminütiger Verlängerung noch mit 101:95 (85:85, 30:41) durch. Und das, obwohl sie auf Daniel Mixich verzichten mussten. Der Pointguard ist im Training umgeknickt und erhält Anfang dieser Woche eine genauere Diagnose.

Sonntag, 01.03.2020, 19:54 Uhr aktualisiert: 01.03.2020, 20:00 Uhr
Kendale McCullum, Demetrius Ward und Thomas Reuter (von links) feiern mit dem 101:95 in Rostock einen extrem wertvollen Sieg. McCullum glänzt als Topscorer, aber auch Ward und Reuter wissen mit wichtigen Punkten zu überzeugen. Foto: Elmar Neumann

Während die Gastgeber im fünften Heimspiel unter der Regie von Ex-Bundestrainer Dirk Bauermann die erste Niederlage zu verkraften hatten und auf Rang 13 verweilen, schoben sich die Uni Baskets auf den sechsten Platz vor. „Ich bin einfach nur stolz auf meine Jungs. Sie haben wirklich nicht gut begonnen, aber nie aufgegeben, 45 Minuten lang gekämpft und sich am Ende mit einem sehr, sehr wichtigen Auswärtssieg belohnt“, sagte Trainer Steven Esterkamp.

Bauermanns erste Heimniederlage

Drei Viertel lange hatte es wahrlich nicht nach dem 13. Sieg im 25. Saisonspiel ausgesehen. Vor 3616 Zuschauern in der Rostocker Stadthalle schienen die Hausherren das Geschehen relativ sicher im Griff zu haben. Obgleich ihr Topscorer Zach Lofton, der es in seinen ersten vier Einsätzen auf sagenhafte 30,3 Punkte im Schnitt gebracht hatte, in den ersten 20 Minuten nur drei Zähler markierte, führten die Wölfe phasenweise mit 16 Punkten (33:17/16.). Weil die Bauermänner die Bretter kon­trollierten und bei den Baskets fast kein Dreier (2/13 vor der Pause) fallen wollte, hielt die Begegnung ihre Richtung (57:44/27.).

McCullum fehlt ein Rebound zum Triple-double

Nach dem dritten Viertel lautete das Reboundverhältnis 33:18 (!) für die Seawolves, doch dank eines Buzzer Beaters von Jackson Trapp stand es aus der Paderborner Perspektive „lediglich“ 51:62 und wenig später war tatsächlich wieder berechtigte Hoffnung da. Trapp legte zu Beginn des finalen Viertels direkt acht Punkte nach und verkürzte bis auf 59:63 (32.). Geburtstagskind Grant Benzinger, der seit Sonntag 24 Jahre alt ist, traf nun ebenfalls aus der Maximaldistanz. Der überragende Kendale McCullum (27 Punkte, 13 Assists, neun Rebounds) und Thomas Reuter taten es ihm gleich. Mittlerweile war die Dreierquote der Baskets wieder bei 40 Prozent angekommen und der fünfte Erfolg in der Fremde in Reichweite. Die erste Chance, die Partie zu Gunsten der Gäste zu entscheiden, vergab Martin Seiferth in der letzten Aktion vor Ablauf der 40 Minuten, doch in der Overtime erwischten diese mit drei Seiferth- und vier McCullum-Punkten einen perfekten Start (85:92). 36 Sekunden vor Schluss machte Demetrius Ward mit einem Dreier zum 93:99 den Deckel drauf, den Seiferth per Dunking nach einem lässigem Behind-the-back-Anspiel von McCullum festschraubte.

Seriensieger Niners Chemnitz kann kommen

„Es war alles andere als einfach, dieses Spiel ohne Daniel zu gewinnen. Umso glücklicher bin ich, dass wir es trotzdem geschafft haben. Kendale hat alles getan, um die Mannschaft zum Sieg zu führen. Das war sehr stark von ihm, aber auch Thomas, Jackson, Demetrius und Martin haben sehr wichtige Würfe getroffen“, sagte Esterkamp, auf dessen Team nun die höchstmögliche Hürde wartet. Am Freitagabend stellt sich Tabellenführer Chemnitz in der Maspernhölle vor. Die Niners haben nach dem 94:80 in Tübingen 22 Siege in Folge vorzuweisen. „Das ist die beste Mannschaft der Liga. Wir müssen sehr gut spielen, um eine Chance zu haben, aber wir können das. Das haben wir schon gezeigt“, sagte Esterkamp.

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