Die Uni Baskets überspielen gegen die Artland Dragons einige Probleme »Das Wie ist egal«

Paderborn (WB). Einigen Widrigkeiten zum Trotz haben die Uni Baskets nach zwei Niederlagen in Serie wieder Kurs in Richtung Play-off-Plätze aufgenommen. Mit dem 92:83 (43:40) gegen die Artland Dragons feierte die Mannschaft von Headcoach Steven Esterkamp das fünfte Erfolgserlebnis in der elften ProA-Partie.

Von Elmar Neumann
Topscorer unter sich: Ryan Logan erzielt 25 Punkte für die siegreichen Uni Baskets, Malik Dunbar 20 Zähler für die unterlegenen Artland Dragons.
Topscorer unter sich: Ryan Logan erzielt 25 Punkte für die siegreichen Uni Baskets, Malik Dunbar 20 Zähler für die unterlegenen Artland Dragons. Foto: Elmar Neumann

Schön ist anders, aber das war auch für die 1613 Fans im Sportzentrum Maspernplatz von völlig untergeordnetem Interesse. »Das Wie ist mir egal. Wir wollten und mussten gewinnen. Das ist uns gelungen und das ist das Wichtigste«, sagte Esterkamp nach 40 umkämpften Minuten, die in die bekannte Rubrik Arbeitssieg einzuordnen waren.

Die angesprochenen Widrigkeiten lassen sich wie folgt zusammenfassen: Als wäre ein gebrochener Daumen in dieser Sportart nicht schon Handicap genug, hatte der ehemalige Ligatopscorer Kendale McCullum gegen Quakenbrück zudem frühzeitig mit einer hohen Foulbelastung zu kämpfen, derweil Dreierspezialist Jackson Trapp lediglich einen seiner 14 (!) Würfe aus dem Feld (1/11 Dreier) im Ziel unterbrachte. Statt – wie bei den vorangegangenen vier Siegen – wieder zwischen 32 und 38 Zählern beizusteuern, kam das Duo unter diesen Umständen gerade mal auf 17 Punkte (McCullum 10, Trapp 7). Dem Paderborner Aufbauspiel wenig zuträglich waren zudem die 95 Sekunden, die den Referees in der ersten Hälfte genügten, um Daniel Mix­ich im ersten Heimspiel nach seinem Comeback drei Fouls anzuhängen. McCullum kassierte kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit Pfiff Nummer vier. Für beide Spielmacher war die Partie vorzeitig vorbei. Dass die Seinen am Ende trotzdem als Sieger vom Feld gingen, nötigte Esterkamp eine große Portion Respekt ab: »Die zehn Fouls für Daniel und Kendale waren hart und Jacksons Dreierquote ist im Moment einfach unglaublich schlecht. Aber die Jungs haben gezeigt, dass sie eine Mannschaft und nicht auf einen oder zwei Spieler angewiesen sind.«

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Wir haben deutlich besser verteidigt als zuletzt.

Ryan Logan

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In den ausgeglichenen ersten 20 Minuten war es vor allem Ryan Logan, der voranging und in diesem Zeitraum 18 seiner letztlich 25 Punkte erzielte. Nach Wiederbeginn hatte eine Vielzahl Paderborner Entscheidendes beizutragen: Ob Mixich und Kapitän Ivan Buntic, die ihre einzigen Versuche aus der Maximaldistanz verwandelten und mit diesen beiden Dreiern in Folge auf 61:52 (27.) stellten. Ob Demetrius Ward, der in den letzten 29 Sekunden des dritten Viertels sechs Punkte – inklusive Buzzer-Beater-Dreier – erzielte und für die höchste Führung des Abends sorgte (73:59/30.). Ob Thomas Reuter, der die doch noch einmal aufkommenden Hoffnungen der Gäste (79:75/37.) mit vier Punkten in Serie im Keim erstickte. Schließlich war es ein Alley-oop-Dunk von Martin Seiferth nach Assist von Ward, der den Dragons aufs Deutlichste signalisierte, dass es für sie nichts mit einem dritten Sieg in Folge sollte.

»Das war die richtige Antwort auf die Niederlagen gegen Jena und Chemnitz. Es war kein schönes Spiel, aber wir haben uns diesen extrem wichtigen Erfolg vor allem dadurch verdient, dass wir deutlich besser verteidigt haben als zuletzt«, sagte Logan. Das bekam insbesondere Dragons-Center Robert Oehle zu spüren, dem die Baskets an seiner alten Wirkungsstätte nur acht Punkte erlaubten.

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