Eigengewächs gehört zum Stamm Luca Kahl hat den Sprung geschafft

Paderborn (WV). Wenn für die Basketballer der Uni Baskets am Samstag (19.30 Uhr, Sportzentrum Maspernplatz) gegen die Baunach Young Pikes das neue Zweitligajahr beginnt, wird Luca Kahl wieder von Beginn an mitwirken. Das Eigengewächs ist nach dem Umbruch im Sommer so wichtig wie noch nie.

Von Timo Schäfers
Mit Tempo zum Korb: Luca Kahl (links) lebt von seiner Athletik und erzielt viele Punkte innerhalb der Zone. Von außen sieht er noch Verbesserungspotenzial.
Mit Tempo zum Korb: Luca Kahl (links) lebt von seiner Athletik und erzielt viele Punkte innerhalb der Zone. Von außen sieht er noch Verbesserungspotenzial. Foto: Elmar Neumann

»Lucas Rolle ist im Verlauf der Saison immer größer geworden und er hat sich durch eine stetig ansteigende Formkurve als Starter etabliert«, lobt Baskets-Headcoach Uli Naechster, der am gebürtigen Soester gleich mehrere Dinge schätzt: »Luca macht unser Spiel facettenreicher. Wir haben viele gute Werfer im Team, aber Luca ist der Guard bei uns, der am besten den Korb attackieren kann und dadurch Räume kreiert. Zudem gehört er mit Daniel Mixich zu den besten Verteidigern.«

Im Schnitt 6,1 Punkte

Nach zwei Jahren als Rollenspieler, hat Kahl somit den Sprung zur Stammkraft geschafft, was sich auch in den Zahlen niederschlägt: Der Lehramtsstudent (Sport und Wirtschaftswissenschaften) spielt rund 20 Minuten pro Partie und erzielt 6,1 Punkte im Schnitt. Gegen Ehingen gelang ihm mit 14 Zählern sogar ein neuer persönlicher Punkterekord. Die beste Saisonleistung zeigte Kahl allerdings bei der 85:89-Hinspielniederlage gegen den kommenden Gegner, die Baunach Young Pikes, als er auf sieben Punkte, sieben Rebounds und fünf Assists kam. »Baunach hat ein sehr junges Team, da ist der Druck für mich etwas niedriger, weil man nicht darüber nachdenkt, was der Gegenüber vielleicht schon alles erreicht hat«, so Kahl, bei dem eine Karriere als Basketball-Profi lange Zeit überhaupt nicht absehbar war. Erst mit 13 Jahren kam der bis dahin passionierte Fußballer vom SC Grün-Weiß Paderborn zum orangenen Leder und holte ein Jahr später prompt den Deutschen Meistertitel mit der Baskets-U14. Der Ehrgeiz war beim heute 21-Jährigen danach geweckt, was man nicht zuletzt an seiner beeindruckenden körperlichen Entwicklung festmachen kann: Kahl hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich Muskelmasse aufgebaut und gehört mit einem Gewicht von 80 Kilogramm bei einer Größe von 1,83 Metern mittlerweile zu den athletischsten Spielern im Team.

Vertrag läuft aus

Bei aller positiver Entwicklung ist auffällig, dass es bei Kahl von außen nicht so gut klappt, wie im Vorjahr. Verwandelte er in der Saison 2017/18 noch rund 38 Prozent seiner Dreipunktwürfe, finden in der laufenden Spielzeit nur noch ein Fünftel seiner Versuche den Weg durch die Reuse. Dennoch ist Kahl mit seiner aktuellen Situation bei den Baskets sehr zufrieden: »Es war ja fast eine logische Konsequenz, dass ich nach den vielen Abgängen mehr Verantwortung übernehme und es macht mir sehr viel Spaß.« Ob Kahl allerdings über den Sommer hinaus für die Paderborner auf Korbjagd gehen wird, steht noch in den Sternen. Sein Vertrag läuft aus und sein Coach traut dem Guard nach eigenem Bekunden durchaus den Sprung in die BBL zu. Allerdings ist das noch Zukunftsmusik, die Gegenwart heißt zunächst einmal Baunach.

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