2. Basketball-Bundesliga: 73:78-Niederlage gegen Kirchheim – Ex-Paderborner erzielt 21 Punkte Daubner trifft die Baskets

Paderborn (WB). Das musste nicht sein: Im letzten Spiel des Jahres in der 2. Basketball-Bundesliga verloren die Uni Baskets am Freitag vor 1500 Zuschauern im Sportzentrum Maspernplatz gegen die Kirchheim Knights mit 73:78 (37:48). Paderborns Headcoach Uli Naechster machte fehlende Intensität als Hauptgrund für die Niederlage aus.

Von Timo Schäfers
Demetrius Ward schirmt den Ball ab vor Phillip Daubner (rechts). Ausgerechnet der ehemalige Paderborner war beim Kirchheimer Sieg am Freitag Topscorer mit 21 Punkten.
Demetrius Ward schirmt den Ball ab vor Phillip Daubner (rechts). Ausgerechnet der ehemalige Paderborner war beim Kirchheimer Sieg am Freitag Topscorer mit 21 Punkten. Foto: Agentur Klick

»Mein ehemaliger Co-Trainer Nikola Milosevic hat immer ein Sprichwort bemüht: ‘Wir haben die Kuh gemolken, den Eimer dann aber wieder umgestoßen.’ Das trifft es ganz gut«, sagte ­Naechster im Anschluss an die zehnte Saisonniederlage. Was der 35-Jährige damit meinte: Seine Mannschaft, die früh einem Rückstand hinterherlaufen musste, kämpfte sich immer wieder bis auf wenige Zähler an die Knights heran, verpasste es dann aber durch teils haarsträubende Fehler auszugleichen oder gar in Führung zu gehen. Das nutzten die auswärtsstarken Gäste, die jetzt sechs ihrer insgesamt acht Siege auf fremdem Parkett eingefahren haben, um wieder davonzuziehen.

Der 24-Jährige Phillip Daubner erwischte einen glänzenden Abend

Ausgerechnet der Ex-Paderborner Phillip Daubner spielte dabei eine Schlüsselrolle: Der 24-Jährige erwischte einen glänzenden Abend, erzielte 21 Punkte, sammelte sieben Rebounds und avancierte so zum Matchwinner für die Gäste. »Es hat mir großen Spaß gemacht, wieder einmal in Paderborn zu spielen. Wir haben über 35 Minuten ein richtig gutes Spiel gemacht, sind dann am Ende ein wenig eingebrochen und mussten noch mal zittern. Insgesamt geht der Sieg aber in Ordnung«, bilanzierte Daubner.

In der Tat erwischten die Ritter aus Baden-Württemberg einen guten Start. Nach ausgeglichenem Beginn zogen die Gäste in den abschließenden zweieinhalb Minuten des ersten Viertels auf 13 Zähler davon (19:32). Im zweiten Spielabschnitt verkürzte der gut aufgelegte Luca Kahl (13 Punkte) den Rückstand mit einem Sprungwurf aus der Mitteldistanz zwischenzeitlich auf vier Zähler (35:39). Durch einen Endspurt gepaart mit Paderborner Fehlern, führten die Kirchheimer zur Pause dennoch deutlich mit 48:37.

Die Uni Baskets mussten dem Rückstand hinterherlaufen

Nach dem Seitenwechsel dann das gleiche Bild: Die Uni Baskets mussten dem Rückstand hinterherlaufen, spielten phasenweise richtig guten Basketball, bekamen es dann aber mit den Nerven zu tun, wenn sie den Knights wirklich gefährlich werden konnten. Mitte des dritten Viertels kamen die Gastgeber so auf sechs Zähler heran, mussten aber trotzdem mit einer 15-Punkte-Hypothek in den Schlussabschnitt gehen (53:68). Nichtsdestotrotz kam in diesem noch einmal Spannung auf. 1:11 Minute vor dem Ende verkürzte erneut Kahl auf vier Zähler (71:74), wodurch Kirchheim gehörig ins Schwimmen geriet und den Baskets so die Chance bot, das Spiel endgültig zu drehen.

Doch sowohl zweimal Kahl als auch Topscorer Grant Benzinger (18 Punkte, 8 Rebounds) vergaben ihre teils offenen Würfe von außen, sodass die Knights mit dem Schrecken davon kamen und sich über die letzten zwei Punkte des Jahres freuen durften. »Uns hat phasenweise die Intensität gefehlt. Erst als wir in Rückstand lagen, kamen wir richtig ins Spiel. Das war auch schon gegen Hagen so. Wir müssen daran arbeiten, dieses Niveau über die volle Distanz abzurufen, dann haben wir gegen jeden Gegner eine Chance und belohnen uns auch«, meinte Naechster.

Am 31. Dezember beginnt die Vorbereitung auf das nächste Heimspiel

Die Paderborner haben nun zunächst eine Woche Pause, ehe am 31. Dezember die Vorbereitung auf das nächste Heimspiel beginnt, das am 5. Januar stattfindet. Dann gastieren die Baunach Young Pikes an der Pader.

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