74:100 – Uni Baskets verspielen gegen Karlsruhe früh jede Siegchance »Ein Schuss in den Ofen«

Paderborn (WB). Nach der schwachen ersten Halbzeit in Hagen (82:83) wollen die Uni Baskets am Freitagabend im Heimspiel gegen Karlsruhe vieles besser machen – und verschlafen den Start erneut. Am Ende setzt es ein 74:100 (28:61) und damit die dritte Paderborner Niederlage in Folge.

Von Elmar Neumann
Baskets-Headcoach Uli Naechster muss die Halle nach seinem zweiten Technischen Foul Mitte des dritten Viertels verlassen und verabschiedet sich hier von Spielmacher Demetrius Ward.
Baskets-Headcoach Uli Naechster muss die Halle nach seinem zweiten Technischen Foul Mitte des dritten Viertels verlassen und verabschiedet sich hier von Spielmacher Demetrius Ward. Foto: Elmar Neumann

»Wenn wir von Beginn an hellwach sind, haben wir eine gute Chance«, hatte Headcoach Uli Naechster vor dieser Partie gemutmaßt und er sollte recht behalten. Seine Mannschaft zeigte sich alles andere als wach und war demzufolge auch chancenlos. Die Gäste trafen von Minute eins an beinahe nach Belieben und führten nach sieben Minuten bereits mit 20 Punkten Vorsprung (5:25). Inbesondere Orlando Parker (14 Punkte und 4/4 Dreier vor der Pause) sowie Davonte Lacy (13 Punkte und 3 /4 Dreier vor der Pause) hatten ihren Spaß und sollten fortan auch nicht mehr Gefahr laufen, die gute Laune zu verlieren. »Wir hatten uns so viel vorgenommen, wollten zeigen, wer hier der Hausherr ist und haben nichts davon umgesetzt. Das war ein Schuss in den Ofen«, sagte Kapitän Ivan Buntic.

Nach dem 28:61-Rückstand zur Pause durfte man den Baskets aber immerhin bescheinigen, sich bis zum bitteren Ende gewehrt zu haben. Als Headcoach Uli Naechster die Halle ob zweier Technischer Fouls verlassen musste (25.), entwickelte sich unter den 1227 Zuschauern sogar noch einmal so etwas wie eine Trotzreaktion. Am Ausgang des einseitigen Duells kamen jedoch keinerlei Zweifel mehr auf. »Respekt an die Zuschauer, die uns in dieser schwierigen Lage bis zum Ende unterstützt haben. Ich hoffe, wir können ihnen davon so schnell wie möglich etwas zurückzahlen«, sagte Buntic, der elf Paderborner Punkte sammelte. Die meisten Zähler gingen auf das Konto von Daniel Mixich (14), auch Connor Wood (13), Marc Nagora (12) und Martin Seiferth (11) punkteten zweistellig.

Kapitän Buntic zollt den Zuschauern Respekt

Am zweiten Teil dieses Doppelspieltags in der ProA erwartet die Uni Baskets am Sonntag (17 Uhr) ein spezieller Spielort. »Das ist eine Art Zirkuszelt« – so lautet die Beschreibung, die Paderborns Headcoach Uli Naech­ster zur Ausweichheimstätte der Nürnberg Falcons einfällt.

Die eigentliche Heimat der Falken, die Mehrzweckhalle des Berufsbildungszentrums am Berliner Platz, war bekanntlich kurzfristig aufgrund baulicher Mängel gesperrt worden. Die Suche nach einer schnell zu realisierenden Alternative endete mit einer mobilen Lösung nahe des Nürnberger Flughafens, die sich in vergleichbarer Form einst auch schon in Jena und Gotha bewährt hat. Mitte November waren die Aufbauarbeiten dann so weit gediehen, dass die Verantwortlichen Grünes Licht geben und die Falcons –mit reichlich Verspätung – ihr erstes Heimspiel der Saison 2018/2019 absolvieren konnten. Die Premiere war jedoch nicht von Erfolg gekrönt, entschieden die Gladiators Trier die Partie am 18. November doch mit 81:61 für sich. Triers Trainer Christian Held teilte Naech­ster anschließend mit, dass man in dem Zirkuszelt durchaus Basketball spielen könne, aber das trifft bislang wohl vor allem auf den jeweiligen Gast zu. Von den bisherigen vier Begegnungen haben die Nürnberger lediglich das Duell mit Kirchheim (80:72) gewonnen, auch Hagen (81:93) und Heidelberg (56:78) fühlten sich dort wohler als die Hausherren.

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Wer schafft es, mehr Kräfte zu mobilisieren?

Uli Naechster

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Vielleicht auch deshalb macht sich Paderborns Trainer über die äußeren Umstände weniger Gedanken als über den Gegner, bei dem der ehemalige Baskets-Center Robert Oehle (30) zu den Leistungsträgern zählt: »Die Halle ist bestimmt nicht mit der edel-optics.de-Arena in Hamburg zu vergleichen, aber das sollte das geringste Problem sein. Am hinteren Ende des Doppelspieltags geht es vielmehr darum, wer es schafft, mehr Kräfte zu mobilisieren und wer das erste Spiel besser verpackt hat.« Am »vorderen Ende« des Doppelspieltags erarbeiteten sich die Falcons am Freitagabend in Baunach einen 76:72-Erfolg, zu dem Oehle als Topscorer 18 Punkte beisteuerte.

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