Nach zwei Negativerlebnissen sind die Uni Baskets gegen Karlsruhe auf die Wende aus Aus Ärger wird Motivation

Paderborn  (WB). Zuletzt war es zweimal verschwindend wenig, was zwischen den Uni Baskets und dem sechsten Saisonsieg stand. Heute Abend (20 Uhr, Sportzentrum Maspernplatz) unternimmt der Zweitligist im Duell mit den PS Karlsruhe Lions den dritten Anlauf.

Von Elmar Neumann
Ehingen und Hagen waren die Uni Baskets unglücklich unterlegen. In dieser Szene ist Luca Kahl im Duell mit den Hagenern Kristopher Fullwood-Davis und Dominik Spohr zu Boden gegangen. Gegen Karlsruhe wollen die Baskets wieder obenauf sein.
Ehingen und Hagen waren die Uni Baskets unglücklich unterlegen. In dieser Szene ist Luca Kahl im Duell mit den Hagenern Kristopher Fullwood-Davis und Dominik Spohr zu Boden gegangen. Gegen Karlsruhe wollen die Baskets wieder obenauf sein. Foto: Elmar Neumann

Die Gäste, mit der identischen Bilanz (5/8) auf Platz 14 rangierend, kommen nach drei Erfolgserlebnissen in Serie mit verbreiterter Brust nach Paderborn. Der gastgebende Tabellenzwölfte dagegen, das räumt Headcoach Uli Naechster offen ein, »strotzt derzeit nicht vor Selbstbewusstsein«. Das liegt logischerweise daran, dass die Erlebnisse im Heimspiel gegen Ehingen und im Westfalenderby in Hagen nicht von alltäglicher Natur waren. Die Fehler, die die Baskets gemacht haben, sind das eine, die Art und Weise, wie der Gegner davon profitiert hat, das andere. »Wir sind jeweils brutal bestraft worden«, sagt Naechster und hat vor allem die jeweiligen Momente kurz vor Ende der regulären Spielzeit vor Augen. Gegen Ehingen versäumen es die Seinen zu foulen und kassieren in letzter Sekunde den Dreier von Rayshawn Simmons. Gegen Hagen gönnt sich der Gegner die gleiche Unzulänglichkeit, doch Connor Woods Dreier schafft es nicht ins Ziel. »Wenn Connor den trifft, reden alle nur von unserer grandiosen zweiten Hälfte und davon, wie unfassbar es ist, dass wir 22 Punkte Rückstand wettgemacht und gewonnen haben. Das ist extrem ärgerlich«, sagt Naechster.

»Wir müssen über den Kampf und den Willen kommen«

Den doppelten Ärger haben die Baskets mit Blick auf diesen Doppelspieltag, an dem sich der Partie gegen die Lions das Gastspiel bei den Nürnberg Falcons (Sonntag, 17 Uhr) anschließt, in eine Extraportion Motivation umgewandelt. Fehler, das weiß nicht nur Paderborns Cheftrainer, passieren in der ProA etwas öfter als auf NBA- oder WM-Niveau, aber selbst dort. Die gilt es abzuhaken, sich auf die – insbesondere in Hagen – vielen positiven Dinge zu konzentrieren und auf Basis der »klassischen Tugenden« für die Wende zu sorgen: »Wir müssen über den Kampf und den Willen kommen, zudem in der Verteidigung und bei den Rebounds zu 100 Prozent gewissenhaft arbeiten. Wenn wir dann noch unser Offensiv-Potenzial abrufen, darf es auch keine Rolle spielen, dass Karlsruhe mit drei Siegen in Serie anreist. Wir haben gegen Hagen gezeigt, was wir leisten können, wenn alle an einem Strang ziehen.« Alle – damit meint der Headcoach übrigens auch die Fans, an die er in Hagen direkt nach Spielende noch auf der Tribüne einige Worte gerichtet hat: »Ich habe gesagt, dass wir uns, wenn wir so auftreten wie in der zweiten Halbzeit, und sie weiter fest an uns glauben und uns weiter so stark unterstützen, die Spiele gegen Ehingen und Hagen zurückholen werden.«

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