2. Basketball Bundesliga: Uni Baskets verlieren nach zweimaliger Verlängerung 100:113 Krimi ohne Happy End

Paderborn (WB). Das hätte nicht sein müssen: Die Uni Baskets Paderborn haben am 12. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga eine denkwürdige Niederlage hinnehmen müssen. Gegen das Team Ehingen Urspring unterlag die Mannschaft von Uli Naechster nach zweimaliger Verlängerung mit 100:113 (93:93, 77:77, 37:35).

Von Timo Schäfers
Scharfschützen unter sich: Paderborns Topscorer Connor Wood (links) verteidigt den Ball gegen Ehingens Seger Bonifant (21 Punkte). Am Ende gewinnen die Gäste.
Scharfschützen unter sich: Paderborns Topscorer Connor Wood (links) verteidigt den Ball gegen Ehingens Seger Bonifant (21 Punkte). Am Ende gewinnen die Gäste. Foto: Agentur Klick

Eineinhalb Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit sahen die Gastgeber wie die sicheren Sieger aus. Martin Seiferth hatte die Paderborner gerade per krachendem Alley-Oop mit acht Zählern in Front gebracht und die Ehinger zuvor durch zwei Blocks in der Defensive nahezu zur Verzweiflung getrieben. Keiner der 1214 Zuschauer im Sportzentrum Maspernplatz rechnete in diesem Moment mehr damit, dass die zweitjüngste Mannschaft der Liga ernsthaft noch einmal ins Spiel zurückfinden könnte. Dann erzielten die Ehinger nach einer Auszeit ihres Coaches Domenik Reinboth allerdings fünf Zähler innerhalb von zehn Sekunden und waren so wieder in Schlagdistanz. Die Aufholjagd krönte schließlich Rayshawn Simmons, der das Spiel mit Ablauf der Uhr per Dreier in die Verlängerung schickte. Dazu hätte es allerdings niemals kommen dürfen: Ehingen vergab gleich dreimal die Chance zum Ausgleich, holte aber jeweils den Offensivrebound und brachte so erst Simmons in Position.

»Wir waren in der entscheidenden Situation nicht fokussiert genug«

»Wir waren über 38 Minuten die Mannschaft, die das Spiel weitestgehend im Griff hatte, haben das Spiel aber am Ende durch mentale Fehler weggeworfen. Man kann es nicht anders sagen«, ärgerte sich Baskets-Headcoach Naechster, dessen Mannschaft in den letzten Sekunden der ersten Verlängerung sogar noch die Chance auf den Sieg hatte, die Demetrius Ward allerdings liegen ließ (93:93). In den zweiten fünf Extraminuten erzielten die Paderborner dann nur noch sieben Zähler, kassierten ihrerseits aber 20 Punkte und vergaben so die Möglichkeit auf den zweiten Sieg in Folge. »Das war eine harte Niederlage. Wir waren in der entscheidenden Situation nicht fokussiert genug, vielleicht dachten wir, dass wir das Spiel schon gewonnen haben. Ich habe dafür keine Erklärung. Das müssen wir erst einmal sacken lassen und dann gründlich analysieren«, berichtete Paderborns Center Martin Seiferth, der mit 20 Punkten zweitbester Werfer seiner Mannschaft war. Topscorer der Baskets war Connor Wood, dem 22 Punkte gelangen. Zudem trafen Grant Benzinger (19 Punkte) und Luca Kahl (14 Punkte), der eine neue persönliche Bestleistung erzielte, zweistellig. Für Ehingen war Tanner Leissner (29 Zähler) der fleißigste Punktesammler. Ihm assistierte vor allem Kevin Yebo, der ein beeindruckendes Double Double auflegte (23 Punkte, 19 Rebounds).

Partie war von Beginn an hart umkämpft

Von Beginn an war die Partie zwischen dem Tabellenneunten und dem Überraschungsfünften hart umkämpft. Nach den ersten zehn Minuten führten die Gastgeber knapp (21:19), ehe sich die Naechster­-Schützlinge im zweiten Viertel sogar phasenweise auf zehn Zähler absetzen konnten (37:27). Die Gäste aus Baden-Württemberg, die seit nunmehr vier Spielen ungeschlagen sind, ließen sich davon aber nicht verunsichern und kämpften sich bis zur Halbzeitpause auf drei Zähler zurück. Nach dem Seitenwechsel ging Ehingen dann erstmals seit dem ersten Viertel in Führung, konnte sich allerdings nicht absetzen. So blieb das Spiel weiter ausgeglichen, bis zu den unheilvollen letzten eineinhalb Minuten des vierten Viertels.

Uni Baskets spielen in Hagen

Auf die Uni Baskets Paderborn wartet am kommenden Wochenende das schwere Auswärtsspiel bei Phoenix Hagen. Ehingen empfängt hingegen den weiterhin ungeschlagenen Spitzenreiter Niners Chemnitz.

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