Die ungeschlagenen Chemnitzer kommen nach Paderborn Baskets wollen die Ersten sein

Paderborn (WB/en). Vor Saisonbeginn war Uli Naechster der Überzeugung, dass es in der ProA diesmal kein Team gebe, das ungebremst in Richtung BBL-Aufstieg marschieren könne. Die Niners Chemnitz sorgen nun dafür, dass der Headcoach der Uni Baskets sein Urteil etwas anpassen muss.

Der Ex-Paderborner Georg Voigtmann spielt seit dieser Saison für Chemnitz und führt die Tabelle mit den Niners vor der Rückkehr an die alte Wirkungsstätte unbesiegt an.
Der Ex-Paderborner Georg Voigtmann spielt seit dieser Saison für Chemnitz und führt die Tabelle mit den Niners vor der Rückkehr an die alte Wirkungsstätte unbesiegt an. Foto: Elmar Neumann

Acht Spiele, acht Siege, darunter zuletzt in eigener Halle ein 104:68 gegen Tübingen und – nach zwischenzeitlichem 14-Punkte-Rückstand – ein 90:79 im Spitzenspiel gegen Hamburg. Diese Bilanz nötigt vor dem Duell mit den bislang so souveränen Sachsen (Freitag, 20 Uhr, Sportzentrum Maspernplatz) auch Naechster eine große Portion Respekt ab: »Die Niners hatten auch schon knappe Spiele dabei, aber es spricht für die Qualität dieses Teams, dass sie immer einen Weg gefunden haben, um am Ende als Sieger vom Parkett zu gehen. Da wurde eine Mannschaft mit dem Ziel Aufstieg formiert und bislang tritt sie genau so auf.«

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Da wurde eine Mannschaft mit dem Ziel Aufstieg formiert.

Uli Naechster

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Angeführt wird der breite Kader des Spitzenreiters von Topscorer Malte Ziegenhagen (18,6 Punkte im Schnitt). Mit Matt Vest und Georg Voigtmann haben zwei ehemalige Baskets-Akteure ihren Teil zum Traumstart beigetragen. Auf die Frage, was die Chemnitzer so stark macht, antwortet Naechster: »Sie machen sehr, sehr wenig Fehler, sind extrem variabel, bewegen den Ball sehr gut und verteidigen intensiv.« Das klingt nach einer ziemlich großen Herausforderung für die zuhause jüngst dreimal in Serie siegreichen Baskets und genau darin sieht ihr Trainer die Chance: »Die Vorzeichen sind klar: Wir sind der Außenseiter, haben wenig zu verlieren, aber ganz viel zu gewinnen. Die große Möglichkeit zu haben, die Ersten zu sein, die den bisher ungeschlagenen Spitzenreiter besiegen, sollte bei uns zusätzliche Kräfte freisetzen.« Naechster sieht sein Team als Jäger und hofft auf einen bekannten Effekt: »Chemnitz hatte am Sonntag gegen Hamburg ein Highlight-Spiel und man kennt das doch: Da gewinnt einer gegen Real Madrid mit 2:0 und verliert dann ein paar Tage später beim SC Freiburg. Vielleicht passiert so etwas ja auch am Freitag in Paderborn.«

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