Kapitän Buntic führt die Uni Baskets zum 85:74 gegen Hanau Das Warten hat ein Ende

Paderborn (WB). Die Uni Baskets können doch noch gewinnen. Acht Monate nach dem bis Samstagabend letzten Sieg – einem 80:78-Erfolg gegen Baunach am 9. Februar – gab es für den Zweitligisten (endlich) wieder Grund zu feiern. Das Team von Headcoach Uli Naechster bezwang die White Wings Hanau 85:74 (44:36).

Von Elmar Neumann
Kaum zu stoppen: Kapitän Ivan Buntic erzielt beim Sieg gegen Hanau 20 Punkte – so viele wie noch nie, seit er für die Baskets spielt.
Kaum zu stoppen: Kapitän Ivan Buntic erzielt beim Sieg gegen Hanau 20 Punkte – so viele wie noch nie, seit er für die Baskets spielt. Foto: Elmar Neumann

Es war im dritten Anlauf das erste Erfolgserlebnis der neuen Spielzeit und saisonübergreifend der erste Sieg nach zehn Niederlagen in Serie. Ganz entscheidenden Anteil daran hatte einer der nur zwei Paderborner ProA-Akteure, die sowohl damals gegen Baunach als auch jetzt gegen Hanau mit von der Partie waren – Ivan Buntic (der zweite ist Luca Kahl). Der neue Kapitän sammelte mit 20 Zählern so viele Punkte wie noch nie, seit er vor vier Jahren erstmals das Baskets-Trikot getragen hat und war vor allem vor der Pause von enormer Bedeutung. »Ich möchte Ivan heute aus einer starken Mannschaftsleistung her­ausnehmen. Als einer der erfahreneren Spieler ist er in der ersten Halbzeit bravourös vorangegangen, hat 16 Punkte erzielt und mit seiner Körpersprache die Mitspieler, aber bestimmt auch den einen oder anderen auf der Tribüne mitgezogen«, sagte Naechster.

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Ivan ist in der ersten Halbzeit bravourös vorangegangen.

Uli Naechster

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Der 26-Jährige selbst wollte seine bisher beste Leistung im Sportzentrum Maspernplatz nicht zu sehr in den Vordergrund stellen, sagte zum erstaunlichen ersten Abschnitt nur: »Die Jungs haben mich gut ins Spiel gebracht und da musste ich dann auch abliefern.« Den Schlüssel zum Sieg sah der 2,08-Meter-Mann ohnehin weniger in der Offensiv- als in der Defensivdarbietung der Gastgeber: »Hanau hat in den ersten beiden Spielen im Schnitt mehr als 90 Punkte gemacht. Wir haben sie bei 74 gehalten. Das war extrem wichtig und zeigt, dass wir vor allem in der Defensive einen Schritt nach vorne gemacht haben.«

Das traf auf die komplette Mannschaft zu. Im Angriff wurde Buntic insbesondere von Matt Klinewski (ebenfalls 20 Punkte) flankiert, der da war, als es drauf ankam. Als vom Elf-Punkte-Polster nach dem dritten Viertel (64:53) nur noch vier Zähler geblieben waren, sorgte der Forward im Duell der Sieglosen mit sechs Punkten in Serie wieder für klarere Verhältnisse (75:65/36.). Wenig später durfte das so lang ersehnte Erfolgserlebnis zusammen mit den 1175 Fans gefeiert werden.

Nicht zuletzt für den Anhang freute sich Buntic ganz besonders: »Wir waren den Fans nach der Klatsche gegen Schalke im ersten Heimspiel etwas schuldig und diese Schuld ist beglichen.« Wie lange der bis Samstag letzte Sieg zurückgelegen hatte, daran konnte sich der Mann mit der Nummer 14 gar nicht mehr erinnern – mochte er aber auch nicht so wirklich: »Wir wollten doch ein neues Kapitel beginnen und daher schauen wir doch viel lieber nach vorne.«

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