Die Verantwortlichen der Uni Baskets relativieren die Play-off-Ambitionen »Unsere Situation ist völlig in Ordnung«

Paderborn (WB). Es gibt weiterhin nicht viele Spiele, in die die Uni Baskets als Favorit gehen. Auswärts schon gar nicht. Aber die Partie bei den Young Pikes in Baunach (Samstag, 19 Uhr) ist so eine. Mit einem möglichst souveränen Sieg beim Pro A-Schlusslicht möchte das Team von Headcoach Uli Naechster einen Schritt auf dem Weg zum Ligaverbleib und in Richtung des Hauptziels dieser Saison setzen.

Von Elmar Neumann
Headcoach Uli Naechster ist mit der bisherigen Ausbeute der Uni Baskets durchaus zufrieden. Gegen Schlusslicht Baunach ist ein Sieg allerdings Pflicht.
Headcoach Uli Naechster ist mit der bisherigen Ausbeute der Uni Baskets durchaus zufrieden. Gegen Schlusslicht Baunach ist ein Sieg allerdings Pflicht. Foto: Elmar Neumann

Denn zunächst, und das wollen sowohl Uli Naechster als auch Geschäftsführer Dominik Meyer vor dem Auftritt in Baunach hervorgehoben wissen, geht es für den Ligazwölften um den Klassenerhalt. Zwar wurde vor Beginn der Saison erneut der Wunsch formuliert, um ein Play-off-Ticket mitspielen zu wollen, doch nach zuletzt zunehmender Kritik – insbesondere von Seiten einiger Fans – sieht sich Naechster nun zu aufklärenden Aussagen genötigt: »Ich möchte noch einmal betonen, dass das Ziel, im Kampf um den achten Platz ein Wort mitreden zu wollen, ziemlich ambitioniert ist. Wenn wir es in die Play-offs schaffen sollten, wäre das keine mittelmäßige oder eine Okay-Saison, sondern eine, die am Rande der Perfektion verlaufen müsste. Wenn man ein bisschen realistisch auf die Liga blickt, sind wir, sofern nicht alles optimal läuft, eine Mannschaft, die sich irgendwo in der unteren Tabellenhälfte wiederfindet.« So wie das seit dem fünften Platz in der Spielzeit 2011/2012 zuletzt immer der Fall war und jetzt wieder der Fall ist.

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Wir dürfen den Fokus nicht verlieren.

Dominik Meyer

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In den ersten 13 Partien reichte es für die Uni Baskets zu vier Siegen. Diese Zwischenbilanz ist gut genug für den zwölften Rang. Der letzte Play-off-Platz ist zwei Siege, der erste Abstiegsplatz lediglich einen Sieg entfernt. »Wir können die Sehnsucht der Paderborner nach einer Play-off-Teilnahme verstehen, dürfen aber den Fokus nicht verlieren. Und das heißt, dass es erst mal darum gehen muss, so schnell wie möglich nichts mehr mit den Abstiegsplätzen zu tun zu haben«, sagt Meyer.

Nach Nürnberg, Ulm und Ehingen auch Baunach besiegen

Vier Mannschaften stehen hinter den Uni Baskets, mit Nürnberg, Ulm und Ehingen haben sie drei davon schon bezwungen. Wird diese Vorgabe auch beim Farmteam der Brose Baskets erfüllt, ist mit Blick auf den Pro A-Verbleib schon ein erhebliches Stück bewältigt. »Unsere Situation ist völlig in Ordnung«, sagt Naechster. Er gibt dem letzten Eindruck der vergangenen Saison die Schuld daran, dass die Erwartungen derzeit höher zu sein scheinen, als es aus seiner Sicht angebracht wäre.

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Das ist eines unserer Brot- und Butterspiele.

Uli Naechster

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Mit acht Siegen in den letzten 14 Spielen hatten sich Till Gloger, Matt Vest und Co. in der Rückrunde 2016/2017 noch zu einem Endrunden-Anwärter entwickelt, waren nah dran an den Regionen, »in denen wir«, wie Naechster es sagt, »was die Finanzen angeht, weiterhin nichts verloren haben«. Damals, da sind sich der Trainer und der Geschäftsführer einig, hätten die Baskets phasenweise über ihre Verhältnisse abgeliefert. Den Eindruck macht das neue Team noch nicht und doch könnte es alsbald eine Parallele geben. »Gewinnen wir in Baunach und das Heimspiel gegen Heidelberg, stehen wir bei sechs Siegen und genau bei der Ausbeute, die wir vor einem Jahr zu dieser Zeit hatten«, sagt Naechster. Das soll heißen, dass er und sein Team keineswegs gewillt sind, die Tür zu den Play-offs vorzeitig zuzuschlagen, aber momentan ist das Visier ganz auf Baunach eingestellt: »Das ist eines der Brot- und Butterspiele, die wir unbedingt gewinnen müssen.«

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