Verein feiert sich selbst mit einem Kommers und einem bayrischen Abend. Zahlreiche Ehrengäste.
100. Geburtstag im Dirndl

Tudorf (WB). Spielgemeinschaften sind heuer im Fußball eine Notwendigkeit. Vor 100 Jahren waren sie in Tudorf bereits eine Selbstverständlichkeit. Sportfreunde aus den beiden Dörfern Obern- und Niederntudorf gründeten 1919 aus einem Turn- und einem Fußballverein einen Sportverein: den heutigen Turn und Sportverein TSV Tudorf. Der mit mehr als 1000 Mitgliedern größte Sportverein im Salzkottener Stadtgebiet hat am Samstagabend mit einem feierlichen Kommers in der Tudorfer Kleeberghalle sein Jubiläum gefeiert.

Montag, 07.10.2019, 17:41 Uhr aktualisiert: 08.10.2019, 09:34 Uhr
Ehrungen beim TSV Tudorf, von links: FLVW-Vorsitzender Gundolf Walaschewski, Vorsitzende Nicole Winkler, Jürgen Jonas, Geschäftsführer Michael Peters, Günter Hermes, Josef Höwelkröger (Ehrenamtsbeauftragter) und Dietmar Ape, Vorsitzender des Fußballkreises Paderborn. Foto: Hans Büttner

In der festlich geschmückten Halle zeigte sich schon zu Beginn der Veranstaltung, dass es der TSV versteht, Sport und Gesellschaft zu verbinden und sein Motto »Der TSV bewegt Tudorf« auch praktiziert. Da sich dem offiziellen Teil ein zünftiger bayrischer Abend anschloss, saßen Ehrengäste in Festtagskleidung und die Fans von Dirndl und Trachten-Lederhosen beieinander.

»Beim DFB muss man Glück haben einen Scheck zu finden, der eine gültige Unterschrift hat«

Der denkwürdige Jubiläumsabend begann sportlich. Die jungen Damen der in diesem Jahr neu gegründeten Cheerleadergruppe zeigten voller Temperament ihr Können. Teamwork auch in der Vorstandsspitze. Die Präsidenten Nicole Winkler und Günter Hermes begrüßen die illustre Schar der Gäste aus den Bereichen Sport, Gesellschaft und Politik. Besonders erfreut zeigte sich das Führungsteam über die starke Präsenz von Seiten der Sportvereine aus dem Salzkottener Stadtgebiet und den Nachbarorten Wewelsburg, Alfen und Borchen.

Aber auch Menschen wie Alfred Fiedler, der bereits 60 Mal das Goldene Sportabzeichen angelegt hat, oder Spieler der Tudorfer Bezirksligamannschaft aus dem Jahre 1959 waren da. Die zahlreich vertretenden Ehrengäste hatten nicht nur gute und lobende Worte mitgebracht, sondern auch Urkunden, Ehrenplaketten und »Flachgeschenke«. Diesbezüglich gestand der Vorsitzende des Fußball-und Leichathletikverbandes Westfalen Gundolf Walaschewski, auch Vorstandsmitglied im Deutschen Fußballbund, dass es ihm nicht leicht gefallen sei, einen Scheck mit Unterschrift zu bekommen. »In der aktuellen Situation muss man beim DFB Glück haben, einen Scheck zu finden, der eine gültige Unterschrift hat«, sagte Walaschewski Augen zwinkernd und sorgte so für einen Kalauer, der gut ankam.

»Das Bedürfnis nach körperlichen Anstrengungen wird bleiben«

Unisono lobten Landrat Manfred Müller, Bürgermeister Ulrich Berger, KSB-Präsident Diethelm Krause, Ingrid Knetsch als Repräsentantin des Westfälischen Turnerbund sowie Dietmar Ape als Vorsitzender des Fußballkreises Paderborn das große und erfolgreiche Wirken der Menschen, die im Laufe der 100 Jahre den Sportverein zu dem gemacht haben, wie er sich aktuell darstellt. Zuversichtlich zeigte man sich auch bezüglich der zukünftige Entwicklung des TSV Tudorf. »Die Gesellschaftspflege wird ebenso bleiben wie das Bedürfnis nach körperlichen Anstrengungen, und da ist der Sportverein eine gute Adresse«, meinte dazu Landrat Manfred Müller.

Den Grußworten der Ortsvorsteher von Obern- und Niederntudorf schloss sich ein launig erzählter Vortrag zur Geschichte des Sportvereins durch Rainer Rensing an. In einem gemeinsamen Gespräch der aktuellen und ehemaligen Präsidenten wurden alte Geschichten aufgewärmt und ebenso über Visionen gesprochen. Ehe es dann zum bayrischen Abend in den abgeteilten Bereich der Halle ging, sorgte die Tanzgarde des TSV für einen sportlichen Abschluss des Kommers.

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