Sprink siegt bei den World Transplant Games und veröffentlicht Buch Schneller Schreiber

Salzkotten (WB). Er ist der erste Mensch weltweit, der mit einem Spenderherz den Ironman Hawaii (2014), den Transalpine Run (2016) und das Cape Epic (2017) beendet hat. Jetzt gewann Elmar Sprink bei den World Transplant Games in seiner Altersklasse Gold im Triathlon und hatte mit 1:11,24 Stunden die schnellste Gesamtzeit aller Athleten.

Von Matthias Wippermann

Der Wettbewerb im spanischen Málaga bestand aus 400 Meter Schwimmen, 28 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen. Das Schwimmen im Inacua Aquatic Centre beendete der in Salzkotten geborene und in Köln wohnende Sprink in 6:58 Minuten, was in dieser Disziplin die Bronzemedaille bedeutete. »Ich bin im Schwimmen ja nicht geübt und habe auch nicht trainiert, daher kam der dritte Platz für mich überraschend«, berichtete der 45-Jährige. Das Radfahren war wie ein Kriterium. »Die Rundkursstrecke musste siebenmal abgefahren werden und hatte einen 180-Grad-Wendepunkt, aus dem einige Fahrer auf bis zu 47 km/h beschleunigten. Ich fahre ja nicht oft Rad, habe mich aber dennoch immer in der Spitzengruppe gehalten und war darüber sehr happy«, meinte Sprink, der nach den 28 Kilometern in 46:22 Minuten ins Ziel kam. Der Lauf führte durch den Hafen mit einem kleinen Anstieg und ebenfalls einer 180-Grad-Kurve. »Das war keine schöne Strecke«, blickt der Ausdauersportler auf die 5 Kilometer zurück, die er in 18:04 Minuten beendete.

Einmal Gold, zweimal Bronze

So kam Sprink nach allen drei Disziplinen auf eine Gesamtzeit von 1:11,24 Stunden und war der schnellste der mehr als 2300 Teilnehmer aus 55 Ländern. Neben Gold in seiner Altersklasse (40 bis 49) und Bronze im Schwimmen sicherte er sich auch in der Mannschaftswertung im 5-Kilometer-Lauf mit dem Team Deutschland die Bronzemedaille. Zudem startete der Ausdauerathlet im 20-Kilometer-Mannschaftszeitfahren und im 5-Kilometer-Zeitfahren. In der letztgenannten Disziplin fuhr er mit 7:05 Minuten nur knapp am Podest vorbei – 7:00 Minuten hätten zu Bronze gereicht.

»Bei den World Transplant Games wird nach Altersklassen und nicht nach Organen unterschieden. Es sind beispielsweise Leber-, Nieren- oder Knochenmarktransplantierte dabei. Mit einem neuen Herzen gewinnt man da eigentlich nicht«, sagte Sprink und war umso überwältigter von seinem Alterklassensieg und der schnellsten Gesamtzeit.

Sprinks Buch trägt den Titel »Herzrasen 2.0«

Vom 16. bis 23. Juli startet der gebürtige Salzkottener beim Bike Transalp von Mayrhofen (Österreich) bis nach Riva am Gardasee (Italien). Am Montag, 17. Juli, erscheint sein Buch »Herzrasen 2.0«. Darin schildert Sprink unter anderem sein Leben vor der Erkrankung, die Ereignisse vom 12. Juli 2010, dem Tag, an dem sein Herz stillstand, die Zeit im Transplantationszentrum, die Herztransplantation 2012, sein Sport-Comeback beim Osterlauf 2013 und den Ironman Hawaii 2014. »Herzrasen 2.0« kann über Sprinks Internetseite bezogen werden.

www.elmarsprink.de

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