Spieler der ersten Stunde, Aufstiegsgarant, Erfolgstrainer: Clausjürgen Reinsberger hat am Ostersonntag Geburtstag
Ein Glücksfall wird 80

Paderborn -

Wie kaum ein anderer Spieler hat Clausjürgen Reinsberger die Anfangsjahre des Paderborner Basketballs geprägt. Als Trainer führte er anschließend den VBC 69 Paderborn, die heutigen Baskets, in die 3. Liga und den SC Borchen in ungeahnte Höhen. Am Ostersonntag begeht der in Bochum aufgewachsene Ruhrpottjunge seinen 80. Geburtstag.

Donnerstag, 01.04.2021, 02:58 Uhr aktualisiert: 01.04.2021, 09:56 Uhr
Basketball-Familienbande, von links: Claus, Geburtstagsjubilar Clausjürgen und Dirk Reinsberger. Foto: Pro-Basketball

Reinsberger kam 1965 als Erstligaspieler des VfL Bochum und dreimaliger Nationalspieler nach Paderborn, um an der Staatlichen Ingenieurschule zu studieren. Nach einer Stippvisite bei der DJK Delbrück zählte der Flügelspieler, dessen geschickte Spielweise man heute wohl als smart bezeichnen würde, 1969 zu den Gründungsmitgliedern des Volleyball- und Basketball-Clubs (VBC) 69 Paderborn.

Auch dank Reinsbergers Trefferquote ging es rasch aufwärts. Nach vier Aufstiegen kamen die Basketballer schon 1975 in der Oberliga (damals 4. Liga) an. Drei Jahre später beendete der Mann der ersten Stunde seine aktive Laufbahn und trainierte nun jene Mannschaft, in der er zuvor gespielt hatte. Bereits in der Chronik zum zehnjährigen VBC-Bestehen wurde Reinsberger als „Glücksfall“ bezeichnet. Dabei stand sein größter Trainererfolg noch aus: 1982 führte der Jubilar den VBC zur Oberliga-Meisterschaft und damit in die Regionalliga West, der damaligen 3. Liga.

Auch beim SC Borchen, wo Reinsberger fortan ein neues Basketball-Kapitel aufschlug, blieb ihm der Erfolg treu. Nach vier Aufstiegen in fünf Jahren erreichte er 1987 mit dem SCB die 2. Regionalliga. In drei Amtszeiten übernahm Reinsberger in Borchen für insgesamt zehn Jahre die Verantwortung. Zwischendurch kehrte er immer wieder zu den Paderbornern zurück, wo er bis 2002 die Baskets-Damen coachte. Reinsberger beendete seine Trainerlaufbahn 2003 beim SuS Westenholz.

Die Förderung junger Menschen lag dem Diplom-Ingenieur auch im Beruf am Herzen. Als stellvertretender Ausbildungsleiter bei der Nixdorf Computer AG, als Lehrer am Bib und als Leiter der Ausbildungswerkstatt bei Thyssen Umformtechnik in Brackwede machte sich Reinsberger um den Nachwuchs verdient. Noch immer ist er ehrenamtlich für die Industrie- und Handelskammer aktiv.

Eine weitere Passion fand der Ballsportler auf dem Wasser. Dort schwenkte Reinsberger in die Funktionärslaufbahn ein und führte als Vorsitzender den Paderborner Seglerverein von 1989 bis 2001. Seitdem ist er PBSV-Ehrenvorsitzender.

Doch Clausjürgen Reinsbergers Herz hängt am Basketball. Und natürlich ist er stolz, dass seine Söhne diese Leidenschaft teilen. Dirk, der Ältere, saß 1994 beim ersten Bundesligaaufstieg der Baskets als Co-Trainer von Werner Rotsaert am Spielfeldrand. In gleicher Funktion ist Reinsbergers jüngerer Sohn Claus seit fünf Jahren bei den Uni Baskets gefordert. Ohne einen Reinsberger läuft es im Paderborner Basketball offenbar nicht...

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