7CRun: Marion Stute ist seit der ersten Etappe mit dem Mountainbike dabei und genießt das Natur-Erlebnis
Die Turm-Sammlerin

Kleinenberg -

Die neue Sieben-Kontinente-Sportserie (7CRun) ist gestartet. Virtuell führt es die Läuferschar aus nah und fern noch bis Sonntag nach Kanada. Marion Stute aus Kleinenberg ist seit Anbeginn dabei. Sie sammelt nicht nur einfach Kilometer, sondern: Türme! „Ich möchte auf meinen Fahrten mit dem Mountainbike gerne besondere Orte entdecken und habe 2020 angefangen, die Touren so zu planen, dass auf dem Weg Türme liegen“, erläutert die 47-jährige Erzieherin.

Freitag, 05.03.2021, 03:46 Uhr aktualisiert: 05.03.2021, 03:50 Uhr
Für Mountainbikerin Marion Stute aus Kleinenberg steht beim 7CRun das Natur-Erlebnis im Vordergrund. Foto: privat

Bierbaums Nagel in der Egge bei Borlinghausen etwa ist schon lange eines ihrer Lieblingsziele gewesen. Seit dem Mai des Vorjahres haben sich insgesamt 43 Türme der Region dazugesellt. „Der Sackturm und der Chattenturm in Warburg etwa haben den Vorteil, dass sie nicht auf einem Berg liegen. Meistens muss man erst ordentlich Höhenmeter bewältigen, bevor man einen Turm erreicht“, erzählt Marion Stute. Dafür ist sie mit ihrem Mountainbike bestens gerüstet. Mehr als 2500 Kilometer ist sie im vergangenen Jahr gefahren, davon knapp die Hälfte im 7CRun. Optischer Lohn des Fleißes: Sie belegte in der Antarktis Platz eins und wurde 2020 hinter Dagmar De Pauli Zweite der Jahres-Gesamtwertung.

In den ersten vier Challenges gab es nur eine allgemeine Radklasse. Seit dem Lauf für Australien ist die eigene Mountainbike-Wertung fest im Programm. „Ich bin die ersten Serien auch schon mit dem Mountainbike gefahren, aber da hat man gegen die Rennrad- oder Tourenradfahrer ja keine echte Chance. Im Wald macht man nicht so viele Kilometer“, berichtet Marion Stute. In den eigenen Mountainbike-Wertungen lag sie immer weit vorne.

Dabei kommt es ihr nicht auf Schnelligkeit, sondern auf das Erlebnis in der Natur an. Das gilt nicht nur für die Radausfahrten, sondern auch für Läufe mit und ohne Hund Sazu. „Ich habe 2018 am Hochstiftcup teilgenommen und dabei die ersten drei Plätze in den Serien über fünf Kilometer, zehn Kilometer und 100 Kilometer belegt. Seitdem laufe ich nicht mehr auf Zeit“, steht für Marion Stute der Spaß an erster Stelle. „Beim Osterlauf habe ich unterwegs auch schon mal angehalten, um mit Zuschauern an der Strecke kurz zu sprechen.“

Nachdem sie mehr als 20 Jahre im Reitsport unterwegs und im RV St. Georg Diemeltal als Dressur- und Springreiterin aktiv war, hatte Marion Stute zunächst das Laufen für sich entdeckt. „Doch da fehlt mir inzwischen irgendwie die Motivation, wenn ich nicht zu Volksläufen fahren kann“, hat sie für sich erkannt. Im Frühjahr sollte es eigentlich einen neuen Ausflug zurück auf die Laufstrecke geben. „Ich hatte geplant, den Sauerlandtrail zu laufen, aber der ist ja leider schon abgesagt worden.“

Ein anderer lieb gewonnener Termin ist 2020 ebenfalls ausgefallen: Das Reitsport und Show-Event des RV St. Georg Diemeltal in Germete. „Ich bin zwar nicht mehr im Verein, aber als Helferin trotzdem mindestens einen Tag im Einsatz“, berichtet sie.

Am vorigen Samstag stand die Senne, am Sonntag die Egge auf ihrem Programm. „In der Egge waren sogar nach den paar warmen Tagen noch einige Wege nicht gut befahrbar“, weiß Marion Stute, die aber auch schon mal Passagen im Schnee und natürlich vor allem im Schlamm fährt. Das gehört für Mountainbiker einfach dazu – auch auf dem Weg zu neuen Türmen. „Man glaubt gar nicht, wie viele Türme es im Umkreis von 100 Kilometern bei uns gibt. Ich habe noch eine lange Liste“, lacht die 47-Jährige und sammelt ganz nebenbei jede Menge Kilometer und Höhenmeter für den 7CRun.

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