Uni Baskets schreiben die Play-off-Teilnahme noch nicht ab und wollen den Doppelspieltag erfolgreich abschließen
Die Hoffnung stirbt zuletzt

Paderborn -

Auch wenn die Qualifikation für die Play-offs aus eigener Kraft etwas zweifelhaft erscheint, haben die Uni Baskets ihr ersehntes Saisonziel nicht abgeschrieben. Zwei Argumente, die 2. Basketball-Bundesliga ProA mit einer frischen Prise Spannung zu würzen, kann der Tabellenelfte an diesem Wochenende ins Feld führen: mit Siegen an diesem Freitag (19.30 Uhr) bei den Gladiators Trier sowie am Sonntag (17 Uhr) in der Maspernhalle gegen den Vorletzten Ehingen Urspring.

Donnerstag, 04.03.2021, 21:42 Uhr aktualisiert: 04.03.2021, 21:50 Uhr
Daniel Mixich sieht die Uni Baskets auf einem guten Weg. „Unsere starke Leistung in Rostock war ein Schritt in die richtige Richtung.“ Foto: Elmar Neumann

Beide Aufgaben sind machbar. In den klaren Hinspielerfolgen hatten die Uni Baskets nach offensiven Sternstunden jeweils dreistellig gescort. „Es muss in die Köpfe, dass wir jedes Spiel gewinnen können“, verlangt Headcoach Steven Esterkamp, der von einer guten Trainingswoche spricht. „Vor uns steht ein großes Wochenende. Alle wissen das. Und alle sind fertig für die Challenge.“ Center Tom Alte hat am Mittwoch zum ersten Mal wieder leicht mittrainiert. Die Entscheidung, ob er für einen Kurzeinsatz zur Verfügung steht, fällt kurzfristig.

Die vergangenen Wochen waren nicht einfach.

Daniel Mixich

Die Uni Baskets haben sich selbst in eine Muss-Situation bugsiert. „Die vergangenen Wochen waren nicht einfach, geschuldet auch unserem Verletzungspech“, sagt Daniel Mixich nachdenklich. Der 23-Jährige musste selbst mehrfach aufgrund verschiedener Missgeschicke (Deltaband-Anriss, Gehirnerschütterung, umgeknickt) pausieren, rackerte jedes Mal hart für ein rasches Comeback. „Unsere starke Leistung in Rostock war ein Schritt in die richtige Richtung und ein Ausrufezeichen, wo wir hinwollen. So müssen wir weitermachen, mit Herz und Kampf“, schwärmt der 1,81 Meter große Guard. Trotz des positiven Gefühls habe nach dem 84:92 aber zunächst Enttäuschung überwogen. „Wir haben das Spiel analysiert und gesehen, dass wir vieles richtig gemacht haben. Offensiv wie defensiv war wieder eine Energie, ein Fokus da. Das hatte davor gefehlt. Es besteht überhaupt kein Grund, die Köpfe hängen zu lassen.“

Dreier-Spezialist Mixich, der eine 40-Prozent-Quote aus der Distanz aufweist, hofft im weiteren Saisonverlauf nicht zuletzt auf eine Prise Glück; auch Fremdhilfe, ohne die es nicht gehen wird. „Nicht jedes Team hat Rostocks Stärke“, weiß Mixich. „Der Druck ist da, aber den dürfen wir uns nicht zusätzlich noch selber machen.“ Wichtig sei, gerade in Trier, „dass wir defensiv sicher stehen und dem Gegner keine einfachen Punkte erlauben.“ Die Gladiatoren hatten jüngst das erste Spiel nach ihrer zweiten Quarantänepause gegen die MLP Academics Heidelberg mit 68:80 verloren. Headcoach Marco van den Berg registrierte dabei zu viele Ballverluste und bemängelte Probleme in der Inside-Defense. „Wir haben 50 Punkte in der Zone zugelassen.“

Wir müssen uns auf uns konzentrieren.

Daniel Mixich

Sonntag-Gast Ehingen Urspring mag wohl bloß Tabellenvorletzter der ausgeglichenen ProA sein, doch diese Optik ist durchaus trügerisch. Etliche Niederlagen wie zuletzt gegen Kirchheim (85:90), Jena (74:79), Hagen (84:90) oder Schwenningen (73:79) waren überaus knapp ausgefallen. Warnung genug für Paderborn: Das wird garantiert kein Selbstläufer!

Mixich nennt die Grundzutaten fürs Baskets-Erfolgsrezept: „Wir müssen uns auf uns konzentrieren, nicht auf die Tabelle gucken, unser Spiel durchziehen. Wichtig ist, dass wir über 40 Minuten die richtige Einstellung zeigen und als Team zusammenstehen.“ Diese mangelnde Konstanz war vor Rostock eine folgenreiche Schwere und Hauptursache dafür, warum die Evolution vier Niederlagen in Folge aufweist. Doch das Paderborner Restprogramm birgt berechtigte Hoffnungen für manche Wiedergutmachung samt Happy End und sieht etwa mit Schwenningen (13. März) und Bremerhaven (3. April) zwei direkte Mitbewerber um einen Play-off-Platz. Zwei Partien, die ebenfalls nur einen Ausgang zulassen. Beide Gegner müssten sich darüberhinaus Ausrutscher leisten.

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