Tennis-Bundesliga: Nach Online-Sitzung bleiben beim TuS Sennelager viele offene Fragezeichen hinsichtlich der Saison
„Sind keinen Schritt weiter“

Paderborn (WB/AK) -

Die jüngste Online-Sitzung der Verantwortlichen der Mitgliedsvereine der Herren-Bundesliga Anfang der Woche hat die aufgrund der Corona-Problematik momentan vielen Fragezeichen im Hinblick auf die anstehende Tennis-Freiluftspielzeit widergespiegelt.

Donnerstag, 04.03.2021, 04:06 Uhr aktualisiert: 05.03.2021, 08:18 Uhr
Norbert Gombos jubelte in der Saison 2019. Die slowakische Nummer 95 der aktuellen Weltrangliste hat seine feste Zusage gegeben, auch im kommenden Sommer für den TuS Sennelager in der 1. Bundesliga aufschlagen zu wollen. Foto: Agentur Klick

„Wir sind keinen Schritt weitergekommen“, bilanziert Marc Renner, Teammanager des ostwestfälischen Erstligisten TuS Sennelager. „Keiner will zum zweiten Mal hintereinander einen Verzicht auf die Bundesliga“, beschreibt Renner den Tenor der Sitzung, „aber es gab Diskussionen, was werden soll, wenn die Spieler, wie im Moment, bei den internationalen Turnieren bereits am Wochenende vor dem Beginn anwesend sein müssen. Das war ein heißes Thema.“ Klar sei weiterhin, dass die Bundesligasaison nur mit Zuschauern gespielt werden solle. Uneinigkeit gebe es dagegen unverändert bei der Frage, wie die Clubs bei möglichen Zuschauerbeschränkungen vorgehen.

Angesichts des geplanten Saisonstarts Mitte Juli seien sich aber alle Vereine einig, dass spätestens Ende April/Anfang Mai – die nächste Online-Sitzung ist für Mitte April anberaumt – eine Entscheidung fallen müsse, ob die Bundesliga normal ausgetragen werden könne, oder wie gegebenenfalls erforderliche Anpassungen, bis hin zum Ausfall, aussehen könnten.

„Das zehrt alles“, räumt Marc Renner ein. „Die Vorbereitung ist extrem kurz und schwierig. Wir haben Ungewissheit bis zum Schluss.“ Dennoch überlege der TuS unentwegt bis zum Meldschluss am 15. März, „was wir mit unserem Kader machen können“. Laut Renner haben mit Norbert Gombos (ATP-95), Arthur Rinderknech (ATP-136) und Manuel Guinard (ATP-313) drei Leistungsträger der Spielzeit 2019 erneut ihre feste Zusage gegeben.

Veränderungen gibt es bei der mit dem TuS assoziierten Tennisbase von Sennelagers Trainer Marius Kur und Carolin Daniels. Bislang war das Projekt in Münster beheimatet und hatte in Paderborn lediglich einen zweiten Standort. Seit Anfang des Jahres ist Daniels mit der Tennis-Base Paderborn eigenständig. „Mit diesem expansiven Schritt entsprechen wir den zahlreichen Anfragen von Spielern aus dem In- und Ausland, bei uns in Paderborn zu trainieren“, erklärt die ehemalige Profispielerin aus Wewer. „Wir wollen den Tennissport im Kreisgebiet noch leistungsmäßiger aufstellen.“

Grundlage sei ein umfassendes Förderkonzept, das Talenten nunmehr bereits vom achten Lebensjahr an eine ausgeweitete Unterstützung bei Training und Finanzierung verspricht, um die ab dem 13. Lebensjahr erlaubte Integration in die Erwachsenenmannschaften vorzubereiten.

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