Sieben-Kontinente-Lauf (7CRun): Antarktis-Lauf beschließt die Premiere der virtuellen Laufserie
„Höhenmeter sammeln macht süchtig“

Paderborn -

Der 1. Sieben-Kontinente-Lauf (7CRun) ist beendet. Die Antarktis war die siebte und letzte Etappe der virtuellen Laufserie zugunsten guter Zwecke.

Mittwoch, 06.01.2021, 03:10 Uhr
Keiner absolvierte beim Trialrunning so viele Höhenmeter wie der Zweitplatzierte Ramon Bliemeister (48): 5282 - und das bei einer Laufleistung von ,,nur“ 157 Kilometern.

Das Silvester-Motto lautete auf Vorschlag der „caramba.amigos“: Laufen statt Böllern. Insgesamt 98.259 Kilometer kamen zusammen, bei mehr als 10.000 Teilnahmen – eine Steigerung von 21,2 Prozent zum Asien-Lauf davor.

Das schraubte die 7CRun-Gesamtausbeute auf 669.475 Kilometer (57.889 Teilnahmen). „Das ist krass. Ich bin total geflasht“, sagt 7CRun-Cheforganisator Jan Braun begeistert. Ein extrem spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen im Team-Finale lieferten sich „Gemeinsam stark“ und die „Heart Runners“. Letztlich behielten „Gemeinsam stark“ um Christian Conermann (Lengerich), inzwischen schon 140-köpfig, mit 5833 Kilometern bei 429 Teilnahmen die Oberhand.

Unerreichter Trailrunning-König blieb auch in der Antarktis Daniel Steinbach vom Braun Vision Trail Team. Der gebürtige Portugiese legte 251 Kilometer (3652 Höhenmeter) zurück. Seine Verfolger schafften dafür mehr Höhenmeter als er. Auf Platz zwei der Einzelwertung kam Ultraläufer Ramon Bliemeister (M45) von den Teuto Runners. Der Lagenser absolvierte „nur“ 157 Kilometer, dafür aber 5282 Höhenmeter. Dritte: Gerlinde Rauchlahner (Gemeinsam stark, 137 Kilometer, 4753 Höhenmeter). Auch Jan Braun ist dem Trailrunning längst verfallen. „Höhenmeterläufe machen süchtig“, bekennt der. „Ich habe weniger Lust auf Straßenläufe. Die Herausforderung am Berg, an eigene Grenzen zu kommen, ist einfach fantastisch.“ Zumal das Auf und Ab der Natur einen ganz anderen Bewegungsablauf erfordere. „Das tut einfach gut.“

Die Trailrunning-Teamwertung entschied überdeutlich „Gemeinsam stark“ für sich: 598 Kilometer, 11.052 Höhenmeter. Auf den Plätzen folgten das Braun Vision Trail Team (420 Kilometer, 7326 Höhenmeter) und die Trail Maniacs (291 Kilometer, 3347 Höhenmeter). Das Mountainbike-Podest war fest in Frauenhand. Hier siegte Marion Stute aus Kleinenberg vom Team David (233 Kilometer, 3975 Höhenmeter).

Die neue Disziplin Laufen mit Hund sah mit 243 Kilometern Orgul Sezer (W50) vom Team Heart Runners vorne.

Auch auf dem Rad wurden Topleistungen erbracht. Derweil Bodo Abenhardt (Funtastic Runners) im warmen Haus auf der Rolle 758 Zwift-Kilometer zustande brachte, entpuppte sich David Kneupel von den Heart Runners als „harter Hund“ und landete mit 605 Outdoor-Rennradkilometern auf Rang zwei der Wertung. „Total abgefahren“, würdigt Jan Braun den Eifer der Kontinentläufer. „Das Wetter war in der Zeit nicht unbedingt einladend. Trotz Sturms und Schnee sind die Leute draußen unterwegs gewesen. 20.000 Mehr-Kilometer, eine Teilnahmen-Steigerung von mehr als 42 Prozent; total irre!“ Über den Großteil der freiwilligen Spenden, die in der Antarktis zusammenkamen, darf sich Julia Ures freuen. 357 Euro der 732 gespendeten Euro gehen an den Paderborner Kultur-Soli. Auch viral ist der 7CRun eine Hausnummer. Braun: „So viele Läufer stellen per Facebook oder Instagram spannende Storys ins Netz. Das ist Motivation und gute Laune pur.“

Nach der gelungenen Premiere steht schon fest: Es wird weitergehen. Mitte Januar startet die Anmeldung zur zweiten Auflage des 7CRuns. Vom 30. Januar bis zum 7. Februar macht Europa den Anfang. Infos im Netz: www.7crun.com

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