Uni Baskets Paderborn bestreiten am Dienstagabend ProA-Nachholspiel bei Phoenix Hagen
Esterkamp sieht klare Fortschritte

Paderborn -

Für die Uni Baskets Paderborn neigt sich in der 2. Basketball-Bundesliga ProA der Corona-Ruhemodus dem Ende zu. Gut drei Wochen nach dem 96:107 gegen die Rostock Seawolves, inklusive der aus medizinischen Gründen abgesagten Partien gegen Phoenix Hagen und die Eisbären Bremerhaven, holt die Mannschaft von Headcoach Steven Esterkamp am Dienstagabend um 19.30 Uhr die Begegnung bei Phoenix Hagen nach.

Montag, 07.12.2020, 21:00 Uhr aktualisiert: 08.12.2020, 06:38 Uhr
Nur zwei Spiele verpasst: Daniel Mixich hat seine Verletzung auskuriert und kann heute in Hagen mithelfen. Foto: Elmar Neumann

Bei dem „Geisterspiel“ können Fans kostenfrei im Live-Stream (www.sportdeutschland.tv) dabeisein. Esterkamp ist voll überzeugt von seiner Crew. „Unser Training war gut, richtig gut. Die Mannschaft hat sich in dieser Zeit erheblich weiterentwickelt.“

Eigentlich sollten die Uni Baskets bereits am 28. November in Hagen antreten. Da die Phoenix-Truppe zu dem Zeitpunkt aber insgesamt vier der zurückliegenden fünf Wochen in Corona-Quarantäne verbracht hatte, musste die Partie abgesagt werden. Der sogenannte Leitfaden „Return-to-Sport“ stand einem schnellen Neustart im Wege. Denn zunächst mussten sportmedizinische Untersuchungen folgen und auch mindestens fünf Trainingstage absolviert werden. „Dies ist im temporären Ablauf nach der Quarantäne nicht umzusetzen“, lautete damals die offizielle Begründung der Spielabsage.

Auch den Hagenern kam die Einigung auf den 8. Dezember zupass. Eigentlich hatten sie am vorigen Samstag gegen das Team Ehingen Urspring ihren zweiten Heimsieg angepeilt. Dieses Match musste aber kurzfristig abgesagt werden, da ein positives Covid-19-Testergebnis im direkten Umfeld des Gastes die Ehinger dazu zwang, das Training vorerst auszusetzen.

Wenn es aus Paderborner Sicht positive Nebenwirkungen der Zwangspause zu konstruieren gibt, dann wohl diese: Daniel Mixich – er war im Heimspiel gegen Science City Jena umgeknickt – hat den Anriss des Deltabandes, den er sich bei der Aktion zugezogen hatte, auskuriert. Der Point Guard ist wieder einsatzbereit. „Wir hatten eine Reihe Angeschlagener, die gut regenerieren konnten“, erzählt Mixich. Auch Ivan Buntic (Muskelfaseranriss), Badu Buck (Leistenprobleme) und Drew Cushingberry (Knie) wussten die Zeit zu nutzen. Trotzdem: Der Rhythmus ist erstmal verflogen. „Wir haben täglich trainiert, um uns weiter zu entwickeln. Aber Spiel ist etwas anderes als Training. Diese Pause war ein bisschen wie eine Pre-Season 2.0“, meint Daniel Mixich. Da sei es „mental schwierig, in der Saison zu bleiben“. 2,11-Meter-Center John Bryant sollte das regelmäßige Teamtraining ebenfalls gutgetan haben. Der zweimalige BBL-MVP dürfte nun seine Qualitäten unter dem Korb noch effektiver entfalten können als zuletzt. Esterkamp zufrieden: „John ist fitter geworden, und die Mannschaft hat verstanden, wie sie mit einem Big Man wie ihm zu spielen hat.“

Paderborns letztes Zählbares, das 94:86 gegen Science City Jena, liegt schon mehr als einen Monat zurück. Am Dienstag soll das dritte Erfolgserlebnis in dieser Saison her. Daniel Mixich weiß, dass seinem Team ein hartes Stück Arbeit bevorsteht. Aber er sagt kämpferisch: „Wir wollen Siege einfahren, um unser Teamziel, die Play-offs, zu erreichen. Wir glauben alle daran, dass wir 2021 irgendwann noch vor Zuschauern spielen dürfen. Das ist unsere Motivation, dafür kämpfen wir. Wir hatten genug Zeit, uns vorzubereiten, und wollen unseren Fans am Dienstag zeigen, dass wir da sind.“

Dass Phoenix Hagen gut durch die Quarantäne-Wochen gekommen ist und die Corona-Ruhepause der Mannschaft keinen Knacks versetzt hat, war beim Restart zu erkennen. Die Römerstrom Gladiators Trier wurden mit 104:77 abgewatscht, und die Feuervögel brachten in der Krollmann-Arena jede Menge Power aufs Parkett. Angeführt von Zach Haney (19), punkteten fünf Spieler beim ersten Heimsieg in dieser Saison zweistellig. Die Wurfquoten aus dem 2er-Bereich von 68 Prozent und aus dem 3er-Bereich von 52 Prozent waren ansehnlich. „Wir wirklich gut getroffen und gut verteidigt“, staunte selbst Headcoach Chris Harris. Nicht nur wegen der erlittenen Testspielniederlage in der Saisonvorbereitung (83:108) – auch wenn die Aussagekraft für Dienstagabend gering ist – war für dessen Kollege Esterkamp Hagens Performance keine Überraschung: „Wir treffen auf einen Gegner mit viel Energie. Die haben gute Imports. Um in Hagen bestehen zu können, müssen wir stark verteidigen und die Fehlerquote gering halten.“

Paderborns Ausfahrt ins Frankenland, ursprünglich terminiert für Mittwoch, 9. Dezember, muss verschoben werden. Das Gastspiel bei den Nürnberg Falcons ist abgesetzt worden und soll erst für 2021 neu terminiert werden. Zwar findet bei den Nürnbergern für Teile der Mannschaft wieder leichtes Team-Training statt. Da es aber immer noch positive Covid-19-Fälle innerhalb des Kaders gibt und die entsprechenden Spieler noch in Quarantäne sind, wird es dauern, ehe man wieder in voller Mannschaftsstärke trainieren kann. Entsprechend verschiebt sich die Rückkehr der Falken zum Regelbetrieb in der ProA.

Das nächste Heimspiel der Uni Baskets Paderborn ist angesetzt für Samstag, 12. Dezember (19.30 Uhr). Gegner in der Maspernhalle sind dann die Römerstrom Gladiators aus Trier.

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