Der Weltranglistenachte ist beim Qatar Classic gescheitert – Kandra im Achtelfinale
Frühes Aus für ratlosen Rösner

Paderborn (WB/en). Nach dem frühen Aus bei den Egyptian Open waren für Simon Rösner auch beim Qatar Classic in Doha die ersten drei Sätze zugleich die letzten.

Dienstag, 03.11.2020, 19:30 Uhr
Der Weltranglistenachte Simon Rösner sucht nach seiner Form. Das Qatar Classic war für ihn nach drei Sätzen vorbei. Foto: Henning Angerer

Der Paderborner Squash-Profi, der am morgigen Donnerstag, 5. November, seinen 33. Geburtstag feiert, stand nach einem Freilos direkt in der zweiten Runde und musste sich hier dem Ägypter Fares Dessouky mit 0:3 (3:11, 9:11, 8:11) geschlagen geben. 39 Minuten dauerte dieses Duell zwischen der Nummer acht (Rösner) und der Nummer zwölf der Welt.

Weit von 100 Prozent entfernt

„Ratlos und unsicher – so lassen sich meine Auftritte bei den letzten Turnieren zusammenfassen. Um einen Spieler wie Fares zu besiegen, brauche ich mein bestes Spiel, 100 Prozent, aber davon war ich ein ganzes Stück entfernt“, schrieb der einstige Weltranglistendritte auf seiner Facebook-Seite. Nach dem deutlichen ersten Durchgang ging es in den folgenden Sätzen wesentlich enger zu, ein gutes Gefühl wollte beim amtierenden World-Games-Gewinner allerdings nie aufkommen. „Wenn mir mal ein besserer Ball gelungen ist und ich die Hoffnung hatte, in meinen Rhythmus zu finden, kam sofort der nächste einfache Fehler oder schlechte Schlag hinterher. Ich habe immer wieder versucht, ins Spiel zu finden, doch es hat einfach nicht geklappt. Es war ein bisschen wie verhext“, sagte Rösner dem Portal „Squashnet.de“.

Vor zwei Jahren hatte er bei dem mit 175.000 Dollar dotierten Platinum-Event der PSA noch das Finale erreicht, vor drei Jahren das Halbfinale – von einer ansatzweise vergleichbaren Form ist er in diesen Tagen ein Stück entfernt: „Das aggressive Spiel, das mich auf diesem Court in der Vergangenheit ausgezeichnet hat, war gar nicht da. Zwar hat Fares auch verhältnismäßig wenig Fehler gemacht, aber in erster Linie war es mein schlechtes Spiel, das mich die Chance auf den Sieg gekostet hat.“

Kandras Gegner angeschlagen

Während sich Simon Rösner also „leider mit einem schlechten Ergebnis“ vom – Stand jetzt – wohl letzten Turnier des provisorischen PSA-Kalenders in die Winterpause verabschiedet, hat es Raphael Kandra, sein Teamkollege vom Paderborner SC, in Doha ins Achtelfinale geschafft. Nach dem Auftaktsieg über den Schweizer PSC-Kollegen Dimitri Steinmann (3:1) überwand der 30-Jährige auch die zweite Hürde. Beim 3:1 (10:12, 11:9, 11:4, 11:7) gegen den Weltranglisten-13. Saurav Ghosal profitierte die Nummer 33 im Ranking allerdings auch von Verletzungsproblemen seines Gegners, der im dritten Durchgang eine dreiminütige Behandlungsauszeit nehmen musste. „Das ist natürlich nicht die Art und Weise, wie du so ein Spiel gewinnen willst. Zwar hat Saurav weitergespielt, aber er war sicherlich nicht in seiner besten Verfassung und ich wünsche ihm eine schnelle Genesung“, sagte Kandra. Der Europameister gestand aber auch ein: „Trotzdem bin ich natürlich super happy, dass ich mal wieder bei einem Platinum-Turnier in Runde drei stehe.“

Trotzdem bin ich natürlich super happy.

Raphael Kandra

Im Achtelfinale bekommt es der Linkshänder am heutigen Mittwochmorgen (11 Uhr Ortszeit, 9 Uhr deutscher Zeit) mit dem Weltranglistensechsten Marwan Elshorbagy aus Ägypten zu tun. Der Vizeweltmeister aus dem Jahr 2017 hat sich in der zweiten Runde gegen den ehemaligen Weltmeister Greg Gaultier aus Frankreich souverän mit 3:0 behauptet.

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